Wolfenbüttels digitales Parkleitsystem bleibt in der Warteschleife bis 2027
Leopold BeerWolfenbüttels digitales Parkleitsystem bleibt in der Warteschleife bis 2027
Wolfenbüttel kündigte vor fast drei Jahren Pläne für ein modernes, digitales Parkleitsystem an. Das Vorhaben sollte veraltete, statische Schilder durch Echtzeit-Anzeigen ersetzen, die Autofahrer zu freien Parkplätzen lotsen. Doch der Fortschritt stockt – das Projekt steckt in der Warteschleife.
Federführend verantwortlich für die Umsetzung war das Stadtverkehrsmanagement unter Leitung von Oberstadtdirektor Michael Kruse sowie das Verkehrsamt. In ersten Entwürfen standen die Parkhäuser Schulwall und Rosenwall im Fokus der Optimierung. Auch die Zone um die Hauptkirche war als möglicher Pilotstandort vorgesehen.
Trotz anfänglichem Schwung häuften sich Verzögerungen: Hohe Kosten, technische Hürden und die Notwendigkeit, Teile der Infrastruktur neu zu planen, bremsten die Umsetzung aus. Eine für 2023 geplante Vorstellung des Konzepts vor den kommunalen Gremien fand nie statt, und auch in den Folgejahren blieb es still um das Projekt. Andere Prioritäten rückten in den Vordergrund – etwa die Einführung einer kameragestützten Gebührenerfassung in Parkhäusern oder die Vorbereitungen für einen Testbetrieb am Friedrich-Ludwig-Jahn-Platz. Zudem erschwerte die Abstimmung mit übergeordneten Maßnahmen die Planung, darunter der große Pendlerparkplatz am Bahnhof, für den noch immer die Baugenehmigung aussteht.
Nun hat die Stadt einen neuen Zeitplan vorgelegt: Ein offizieller Antrag soll bis Juni 2026 dem Rat vorgelegt werden, eine mögliche Testphase könnte 2027 beginnen.
Die Wolfenbütteler Verwaltung betont, dass die Arbeiten am dynamischen Parkleitsystem weiterlaufen. Bei einer Genehmigung würden ab 2027 digitale Echtzeit-Schilder erprobt. Bis dahin bleiben Autofahrer auf die bisherigen statischen Hinweise angewiesen – und müssen auf weitere Entwicklungen warten.
