Wie die Stadt Wolfenbüttel ihren Haushalt konsolidieren wird
Wie die Stadt Wolfenbüttel ihren Haushalt sanieren will
„Agenda 2030“ soll es richten. Selbst Rücklagen sollen wieder möglich werden.
- November 2025, 19:50 Uhr
Die Stadt Wolfenbüttel warnt vor einer drohenden Liquiditätskrise, falls ihre finanziellen Rücklagen in den kommenden Jahren aufgebraucht sind. Als Reaktion haben die lokalen Verantwortlichen die „Agenda 2030“ vorgestellt – einen detaillierten Plan, um das jährliche Haushaltsdefizit bis 2030 um bis zu 10 Millionen Euro pro Jahr zu verringern.
Bürgermeister Ivica Lukanic betonte die Dringlichkeit der Lage und verwies auf die sich verschlechternden Finanzbedingungen in deutschen Kommunen. Er forderte strukturelle Reformen statt kurzfristiger Hilfen von der Landesregierung Niedersachsens.
Die „Agenda 2030“ setzt zwei klare Ziele: den Haushaltsausgleich bis 2030 und den Wiederaufbau von Rücklagen ab 2032. Die Strategie basiert auf der Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft, um langfristige Stabilität zu gewährleisten. Zu den zentralen Forderungen gehören ein höherer Anteil der Gemeinden an den gemeinsamen Steuererträgen sowie eine stärkere Ausgleichsfinanzierung. Wolfenbüttel drängt zudem Bund und Land, die Kommunalfinanzierung grundlegend zu reformieren – anstatt einmalige Zuschüsse zu gewähren.
Ohne strukturelle Veränderungen droht der Stadt in naher Zukunft eine finanzielle Schieflage. Der Erfolg der „Agenda 2030“ hängt von anhaltenden Haushaltskürzungen und verstärkter Unterstützung durch übergeordnete Ebenen ab. Mit dem Plan will Wolfenbüttel seine finanzielle Grundlage für das nächste Jahrzehnt sichern.
