Warnstreik im öffentlichen Dienst Niedersachsens: Ganztägige Arbeitsniederlegung am Mittwoch
Leopold BeerGewerkschaft der öffentlichen Dienstleistenden ruft zu Warnstreik in Niedersachsen auf - Warnstreik im öffentlichen Dienst Niedersachsens: Ganztägige Arbeitsniederlegung am Mittwoch
Beschäftigte im öffentlichen Dienst Niedersachsens legen am Mittwoch ganztägig die Arbeit nieder
In Niedersachsen werden Beschäftigte des öffentlichen Dienstes an diesem Mittwoch zu einem ganztägigen Warnstreik aufrufen. Die Aktion folgt auf gescheiterte Tarifverhandlungen, bei denen die Gewerkschaften eine Lohnerhöhung von 7 Prozent sowie mindestens 300 Euro mehr pro Monat fordern. Die Arbeitgeber lehnen diese Forderungen als finanziell nicht umsetzbar ab.
Durch den Streik ist mit Einschränkungen bei Dienstleistungen wie Straßeninstandhaltung zu rechnen, die Winterdienste zur Räumung der Straßen sollen jedoch weitgehend aufrechterhalten bleiben. Für 11:00 Uhr ist eine Großkundgebung in Hannover geplant, bei der der dbb-Bundesvorsitzende Volker Geyer und der Landesvorsitzende Alexander Zimbehl zu den Beschäftigten sprechen werden. Die Veranstalter erwarten mehrere tausend Teilnehmer.
Die Verhandlungen werden am 11. Februar in Potsdam fortgesetzt. Der dbb und andere Arbeitnehmervertretungen pochen auf höhere Löhne, während die Arbeitgeberseite betont, dass die Forderungen die verfügbaren Haushalte übersteigen. Wie viele Beschäftigte in der Region konkret betroffen sein werden, bleibt unklar, da bisher keine offiziellen Schätzungen vorliegen.
Der Warnstreik wird vor der Wiederaufnahme der Gespräche im nächsten Monat die Verhandlungspositionen beider Seiten auf die Probe stellen. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Arbeitsniederlegungen folgen. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die Gehälter im öffentlichen Dienst gemäß den Gewerkschaftsforderungen steigen oder auf dem aktuellen Niveau verharren.
