Volkswagen kürzt Vorstandsposten und spart eine Milliarde Euro bis 2030
Heinz-Peter SödingVW spart durch Markenumstrukturierung 1 Milliarde Euro - Volkswagen kürzt Vorstandsposten und spart eine Milliarde Euro bis 2030
Die Volkswagen Group reformiert ihre Führungsstruktur, um Kosten zu senken und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen. Durch die Umstrukturierung wird die Zahl der Vorstandsposten um ein Drittel reduziert und zentrale Divisionen unter einem neuen Zentralvorstand zusammengefasst. Das Unternehmen erwartet, durch die Neugestaltung bis 2030 rund eine Milliarde Euro einzusparen.
Die Restrukturierung begann im Januar 2023 und soll bis zum Sommer abgeschlossen sein. Marken wie Škoda, Seat/Cupra und Volkswagen Nutzfahrzeuge erhalten künftig jeweils vier Vorstandsmitglieder: einen Vorstandsvorsitzenden, einen Finanzvorstand, einen Personalchef und einen Vertriebsleiter. Damit verringert sich die Gesamtzahl der Vorstandsposten um etwa ein Drittel.
Der neu geschaffene Vorstand der Volumenmarken-Gruppe übernimmt die Verantwortung für Produktion, technische Entwicklung und Beschaffung aller Marken. Thomas Schäfer, der die VW Pkw-Sparte und die Volumenmarken-Division leitet, erklärte, das Ziel sei eine bessere Abstimmung und schnellere Entscheidungsfindung im gesamten Portfolio.
Bisher wurden keine konkreten Namen für die neuen Führungspositionen bekannt gegeben. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Straffung der Abläufe und die Senkung der Produktionskosten in den kommenden sechs Jahren.
Die Änderungen zentralisieren die Kontrolle über Fertigung, Entwicklung und Einkauf. Die Volkswagen Group plant, den Übergang bis Mitte 2023 abzuschließen. Ziel ist eine schlankere Struktur mit schnelleren Reaktionszeiten und geringeren Kosten bei den Volumenmarken.
