Volkstrauertag: Ein Mahnmal für Frieden und Verständnis
Volkstrauertag: Mahnung zu Frieden und Verständigung
Am Volkstrauertag gedachten auch in Garbsen die Menschen der Opfer von Krieg und Gewalt. „Wir alle können dazu beitragen, mehr Frieden in die Welt zu tragen – selbst im täglichen Leben in Garbsen“, mahnte Bürgermeister Claudio Provenzano.
Am deutschen Gedenktag für die Opfer von Kriegen versammelten sich Bürgerinnen und Bürger in Garbsen, um der Gefallenen und der zivilen Kriegsopfer zu gedenken. Die traditionelle Volkstrauertagsfeier umfasste Reden, musikalische Beiträge und Kranzniederlegungen in den verschiedenen Stadtteilen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung in der Willehadikirche stand Pastorin Yoo-Jin Jhi, die in ihrer Ansprache zu Einheit und Versöhnung aufrief. Sie betonte, dass öffentliche Räume frei von Hass und Feindseligkeit bleiben müssten. Auch Pastor Julius Kafuti von der katholischen Gemeinde sprach und erinnerte an die Gräber der Gefallenen, während er zur Aussöhnung mahnte.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Johann Deeb, Dozent an der Garbsener Musik- und Kunstschule. In allen Stadtteilen wurden anschließend Kränze an den Kriegsdenkmälern niedergelegt – eine stille Ehre für diejenigen, die in Kriegen und durch Gewalt ihr Leben verloren. Karl Pohler, Lehrer an der Sophienschule, unterstrich in seinen Worten die Bedeutung des kollektiven Erinnerns. „Wie viele unerzählte Schicksale von Kriegsopfern werden mit der Zeit in Vergessenheit geraten?“, fragte er nachdenklich.
Bürgermeister Claudio Provenzano richtete sich in seiner Rede an die Versammelten und warb für eine humanere Gesellschaft. Besonders wichtig sei es, die Stimmen der jüngeren Generation in Debatten über Erinnerungskultur, Verteidigungspolitik und Wehrpflicht ernst zu nehmen. Karolin Milek, Schülerin der IGS Garbsen, appellierte direkt an die Anwesenden: „Seht in den Kriegsopfern nicht nur Statistiken, sondern Menschen mit Träumen und unerfüllten Hoffnungen.“
Die Gedenkfeier vereinte Menschen jeden Alters, um über die Schrecken des Krieges nachzudenken. Durch Reden, Musik und das Niederlegen von Kränzen wurde die Botschaft von Frieden und Erinnerung verstärkt. Gleichzeitig wurde deutlich, welche Rolle die junge Generation bei der zukünftigen Auseinandersetzung mit Krieg und seinen Folgen spielt.
