VfL Wolfsburg steckt tief in der Krise – kann Interimstrainer Baur die Wende bringen?
Heinz-Peter SödingVfL Wolfsburg steckt tief in der Krise – kann Interimstrainer Baur die Wende bringen?
VfL Wolfsburg befindet sich seit Wochen in der Krise und kassierte die vierte Niederlage in Folge in der Bundesliga. Die jüngste 0:3-Pleite gegen den VFB Stuttgart wirft die Mannschaft nach sieben Spieltagen auf den 15. Tabellenplatz zurück. Trainer Paul Simonis hatte eine stärkere Reaktion gefordert – doch die Ergebnisse blieben weiterhin enttäuschend.
Die schwache Form setzte sich mit einer 1:3-Niederlage gegen den FC Augsburg fort, bevor die deutliche Niederlage gegen Stuttgart folgte. Sportdirektor Sebastian Schindzielorz machte nicht die Trainerarbeit, sondern die Leistungen der Spieler für die jüngsten Rückschläge verantwortlich. Unter Simonis hatte Wolfsburg eigentlich die Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb angestrebt, doch der aktuelle Leistungsabfall bringt den Verein nun in die Nähe der Abstiegszone.
Am 9. November 2025 wurde Simonis durch Interimstrainer Daniel Baur ersetzt, der am 21. Dezember desselben Jahres als festangestellter Cheftrainer bestätigt wurde. Baur holte in seinen ersten vier Ligaspielen sieben Punkte und stabilisierte die Mannschaft trotz Verletzungsproblemen – genug, um seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2027 zu sichern.
Die jüngsten Niederlagen zeigen jedoch, wie groß die Herausforderungen bleiben. Stuttgart dominierte in allen Bereichen des Platzes und legte schonungslos die Schwächen der Wolfsburg-Defensive und des Mittelfelds offen. Mit nur fünf Punkten aus sieben Spielen muss der Verein schnell die Wende schaffen, um eine längere Krise zu vermeiden.
Nun liegt es an Baur, das Ruder herumzureißen. Der VfL steht knapp über den Abstiegsrängen, und die Zeit zum Aufholen wird knapp. Die kommenden Spiele werden entscheiden, ob das Team wieder Stabilität findet – oder ob ein langer Kampf gegen den Abstieg bevorsteht.
