Vandalismus in der Breitachklamm: Kinder zerstören seltene Eisformationen ohne Konsequenzen
Heinz-Peter SödingVandalismus in der Breitachklamm: Kinder zerstören seltene Eisformationen ohne Konsequenzen
Vorfall in der Breitachklamm löst Verärgerung aus – Kinder zerstören empfindliche Eisförmungen
Ein jüngster Vorfall in der Breitachklamm hat bei Besuchern Frust ausgelöst, nachdem zwei Kinder dabei beobachtet wurden, wie sie empfindliche Eisformationen beschädigten. Die Schlucht, eine beliebte Naturattraktion in der Nähe von Oberstdorf-Tiefenbach, verlangt einen Eintrittspreis von 9 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder. Trotz ihrer langen Geschichte als Touristenziel wirft das Verhalten einiger Gäste jedoch Fragen zum Schutz der fragilen Naturmerkmale auf.
Die Klamm entstand vor etwa 10.000 Jahren, als sich der Breitachgletscher zurückzog und dabei eine 150 Meter tiefe Schlucht formte. Seit 1905, als der Tiefenbacher Pfarrvikar Johannes Schiebel vorschlug, sie für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen, erkunden Besucher ihre gewundenen Rundwege und Höhenpfade, die Breitach mit dem Engenkopf verbinden. Von Oberstdorf-Tiefenbach und dem Kleinwalsertal aus erreichbar, bleibt die Klamm ein vielbesuchtes Ausflugsziel.
Ein Nutzer auf Reddit berichtete kürzlich, zwei Kinder dabei gesehen zu haben, wie sie Eiszapfen abbrachen und sie auf unzugängliche Eisformationen warfen. Die Eltern unternahmen keinen Versuch, das Verhalten zu unterbinden oder die Schäden anzuerkennen. Zwar greift das Personal ein, wenn es schwere Zerstörungen beobachtet, die Verwaltung der Klamm stuft das Abbrechen von Eiszapfen jedoch nicht als ernsthaftes Problem ein.
Offizielle Besucherzahlen für 2025 liegen noch nicht vor, doch eine Touristenbewertung erwähnte einen Rabatt von 7,50 Euro auf den Eintrittspreis. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen, den öffentlichen Zugang mit dem Schutz der natürlichen Besonderheiten der Klamm in Einklang zu bringen.
Die Verwaltung der Schlucht behandelt leichte Eisschäden derzeit als nachrangig. Mitarbeiter greifen nur bei schweren Zerstörungen ein, sodass der Erhalt weitgehend dem Verantwortungsbewusstsein der Besucher überlassen bleibt. Bis auf Weiteres bleibt die Klamm geöffnet, wobei die Eintrittsgelder ihre Instandhaltung und den öffentlichen Zugang finanzieren.
