Universitäten als Bollwerke der Demokratie: Kanzler:innen diskutieren Zukunftsstrategien
Serpil KranzUniversitäten als Bollwerke der Demokratie: Kanzler:innen diskutieren Zukunftsstrategien
Die 67. Jahrestagung der Universitätskanzler:innen findet am 18. und 19. September 2023 an der Technischen Universität Braunschweig statt. In diesem Jahr steht die Veranstaltung unter dem Motto "Universitäten – Orte der Demokratie" und untersucht, wie Hochschulen demokratische Werte in einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Spaltung bewahren können. Die Konferenz vereint Verantwortliche, die für die operative und finanzielle Steuerung der Universitäten in ganz Deutschland zuständig sind.
Die Technische Universität Braunschweig, Gastgeberin der diesjährigen Tagung, liegt in einer forschungsintensiven Region, die für die enge Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bekannt ist. Studierende profitieren hier von starken Verbindungen zu externen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, was ein interdisziplinäres Umfeld schafft. Die Hochschule selbst fördert Offenheit und internationale Zusammenarbeit, um globale Herausforderungen zu bewältigen.
Kanzler:innen bilden das administrative Rückgrat der deutschen Universitäten: Sie verwalten Haushalte, Personal, rechtliche Belange und den täglichen Betrieb. Ihre Aufgabe ist in den letzten Jahren komplexer geworden – durch geopolitische Spannungen und polarisierte öffentliche Debatten, die zusätzliche Anforderungen an die Hochschulführung stellen. Der Verband der Universitätskanzler:innen deutscher Universitäten, der die Konferenz organisiert, setzt sich für eine effiziente und zukunftsorientierte Hochschulverwaltung ein.
Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs betont die Bedeutung von Universitäten als Räume des freien Diskurses und kritischen Denkens. Er plant, ihre Position durch ein modernisiertes Hochschulgesetz zu stärken. Auf der Tagung wird erörtert, wie diese Einrichtungen widerstandsfähig bleiben und gleichzeitig eine demokratische Kultur sowie pluralistischen Austausch fördern können.
Das zweitägige Programm widmet sich den Herausforderungen, vor denen Hochschulleitungen stehen, und ihrer Rolle beim Schutz der akademischen Freiheit. Im Mittelpunkt stehen konkrete Maßnahmen, um Universitäten als Orte der Verantwortung und demokratischen Teilhabe zu stärken. Die Ergebnisse könnten künftige Weichenstellungen für die Hochschulgovernance in Deutschland beeinflussen.
