20 December 2025, 11:54

Ultrapure Waves for Key Technologies

Ein Signalmast mit Drähten in der Mitte einer Outdoor-Szene, mit zusätzlichen Drähten auf der rechten Seite und einem bewölkten Himmel oben.

Ultrapure Waves for Key Technologies

Ultrareine Wellen für Schlüsseltechnologien

Ankündigung: Im Rahmen des Projekts „ULTRAPURE“ entwickelt die Technische Universität Braunschweig gemeinsam mit den Universitäten Twente (Niederlande) und Rennes (Frankreich) fast störfreie Signale für zukunftsweisende Anwendungen.

Veröffentlichungsdatum: 11. Dezember 2025

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Schlagwörter: Wissenschaft, Finanzen, Wirtschaft, Technologie

Artikel: Ein neues europäisches Forschungsprojekt will die Wellentechnologie revolutionieren, indem es nahezu rauschfreie Signale erzeugt. Die Initiative ULTRAPURE, gefördert vom Europäischen Innovationsrat (EIC), zielt darauf ab, ultrareine Wellen für Anwendungen in 6G-Kommunikation, Quantencomputing und hochmodernen Radarsystemen zu entwickeln. Ein internationales Expertenteam aus Wissenschaft und Industrie wird in den kommenden drei Jahren – Start ist Februar 2026 – an dem Vorhaben arbeiten.

Das ULTRAPURE-Projekt erhält eine Förderung von drei Millionen Euro, wobei rund 566.000 Euro an die Technische Universität Braunschweig (TU Braunschweig) fließen. Die Forscher konzentrieren sich darauf, ultrareine Wellen in den Bereichen Akustik, Radiofrequenz, Mikrowellen, Terahertz- und Optiktechnologien zu erzeugen. Ihr Ansatz basiert auf der präzisen Steuerung der Wechselwirkung zwischen Licht- und Schallwellen in einem photonischen Chip, um Störgeräusche auf ein Minimum zu reduzieren.

Die THz-Photonik-Gruppe der TU Braunschweig übernimmt die Federführung bei der Entwicklung von Terahertz-Kommunikationssystemen, die dank eines rauscharmen Oszillators deutlich höhere Datenraten ermöglichen sollen. Zudem wird im Projekt eine neuartige, integrierte Plattform erforscht, die Modulatoren, Detektoren und weitere Komponenten auf einem einzigen Chip vereint. Zum Konsortium gehören führende Wissenschaftler:innen und Industriepartner, darunter Prof. Dr. Mark Gehrke (Universität Cambridge), Dr. Elena Romano (Politecnico di Milano) und Dr. Isabelle Fournier (CEA, Frankreich). Aus der Industrie wirken Dr. Thomas Becker (Fraunhofer IFF), Dr. Sophie Müller (Infineon Technologies) und Dr. Jonas Richter (ASML Netherlands) mit. Ihre gebündelte Expertise soll Fortschritte in den Bereichen Quantenmesstechnik, satellitenfreie Navigation und präzise Zeitmesssysteme vorantreiben.

ULTRAPURE ist eines von 42 Projekten, die im Rahmen des Pathfinder-Open-Programms des Europäischen Innovationsrats gefördert werden. Innerhalb von drei Jahren wird das Team daran arbeiten, ultrareine Wellen mit minimalen Störeinflüssen zu erzeugen. Bei Erfolg könnte die Technologie Branchen wie 6G-Kommunikation, Quantencomputing und Hochpräzisionsradar grundlegend verändern.