29 June 2026, 12:18

Spritpreise steigen im Juli – war die staatliche Subvention wirklich wirksam?

Tankrabatt nicht vollständig an Diesel-Kunden weitergegeben

Spritpreise steigen im Juli – war die staatliche Subvention wirklich wirksam?

In Deutschland werden die Spritpreise voraussichtlich Anfang Juli erneut steigen, da die temporäre staatliche Subvention ausläuft. Die Maßnahme, die den Steuerzahler 1,6 Milliarden Euro kostete, sollte Autofahrern Entlastung verschaffen – doch ihre Wirksamkeit bleibt umstritten.

Eine Studie des ifo Instituts ergab, dass die Ermäßigung für Superbenzin fast vollständig an die Verbraucher weitergegeben wurde. Bei Super E5 und Super E10 betrugen die Ersparnisse 17 bzw. 16 Cent pro Liter – exakt der Höhe der Steuerentlastung entsprechend. Um den Effekt zu bewerten, verglichen die Forscher die deutschen Preise mit denen in Frankreich und filterten so normale Marktschwankungen heraus.

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Die Ergebnisse des Instituts widersprechen jedoch den Angaben des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV). Dieser behauptete, die gesamte Subvention sei an die Kunden weitergereicht worden. Doch auch die Monopolkommission kam zu einem ähnlichen Fazit wie das ifo Institut. Unterschiede in der Methodik könnten die abweichenden Schätzungen erklären.

Bei Diesel behielten die Mineralölkonzerne einen Teil der Ermäßigung ein. Diese unvollständige Weitergabe bedeutete, dass nicht alle Ersparnisse an der Zapfsäule ankamen.

Mit dem Auslaufen der Subvention wird der Preisanstieg im Juli wahrscheinlich. Eine Stabilisierung der Spritpreise wäre möglich, falls die USA und der Iran eine Einigung über die Ölversorgung erzielen. Die Debatte darüber, wie stark die Verbraucher tatsächlich entlastet wurden, bleibt indes ungelöst.

Quelle