Solinger Theater- und Konzerthaus: SG_zukunft wirft Studie Vorbefangenheit vor
Leopold BeerSolinger Theater- und Konzerthaus: SG_zukunft wirft Studie Vorbefangenheit vor
Die Ratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an einer aktuellen Szenariostudie zum Solinger Theater- und Konzerthaus geübt. Die Gruppe wirft dem Bericht Vorbefassenheit vor und bemängelt, dass zentrale Aspekte wie der graue Energiegehalt des Gebäudes sowie ein unterirdischer Bunker auf dem Gelände nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
Laut SG_zukunft sei die Studie nicht als neutrale Untersuchung, sondern mit einer vorgegebenen Agenda in Auftrag gegeben worden. Die meisten verwendeten Daten stammten demnach aus der Stadtverwaltung und der Feuerwehr – ohne unabhängige Überprüfung.
Die Fraktion lehnt Pläne ab, das Haus für einen Neubau der Feuerwehr- und Rettungswache abzureißen. Kultureinrichtungen müssten grundsätzlich erhalten bleiben und dürften nicht allein nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten bewertet werden. Zudem sorgt sich die Gruppe um Verkehrsbehinderungen durch einen Feuerwehrstandort an dieser Stelle.
Zur Untermauerung ihrer Position verweist SG_zukunft auf frühere Kostenexplosionen bei öffentlichen Projekten wie der Feuerwache Ohligs. Die aktuellen Kostenschätzungen hält die Fraktion für unrealistisch und zeigt sich von den Abrissplänen weiterhin nicht überzeugt.
Die Diskussion um die Zukunft des Theater- und Konzerthauses wird in den kommenden Tagen in den politischen Gremien Solingens fortgeführt. Im Mittelpunkt der Kritik von SG_zukunft stehen die Glaubwürdigkeit der Studie, der Erhalt kultureller Stätten sowie die praktischen Folgen eines Neubaus.
