16 January 2026, 00:28

Skandal um gefälschte Pferde-Papiere: 59-Jährige vor Gericht

Ein altes Buch mit einem Coverbild eines Pferde-, Rinder- und Schafmedizinkastens, betitelt mit "Pferde-, Rinder- und Schafmedizin".

Skandal um gefälschte Pferde-Papiere: 59-Jährige vor Gericht

59-Jährige aus der Grafschaft Bentheim wegen gefälschter Laborberichte für 335 Pferde vor Gericht

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Vor dem Landgericht Osnabrück hat am Dienstag, dem 13. Januar, der Prozess gegen eine 59-jährige Frau aus der Grafschaft Bentheim begonnen. Ihr wird vorgeworfen, Laborberichte für 335 Pferde gefälscht zu haben. Die Angeklagte muss sich wegen besonders schweren Urkundenfälschung verantworten.

Laut Staatsanwaltschaft soll die Frau zwischen 2020 und 2023 gefälschte Laborbefunde eingereicht haben, um Exportbestimmungen für Pferde zu umgehen. Dadurch habe sie etwa 167.000 Euro eingespart.

Erste Zweifel kamen auf, als eine Mitarbeiterin des Veterinäramts Grafschaft Bentheim über Jahre hinweg identische Laborwerte in mehreren Berichten entdeckte. Dies führte zu Ermittlungen und schließlich zur Anzeige. Der Prozess läuft noch; das Urteil wird für den 5. Februar erwartet. Bei einer Verurteilung droht der Pferdhändlerin eine Haftstrafe von bis zu zehn Jahren. Ihr Name wurde aus Rücksicht auf den Persönlichkeitsschutz während des laufenden Verfahrens nicht öffentlich genannt.

Im Mittelpunkt des Falls stehen Vorwürfe des systematischen Betrugs mit tiermedizinischen Dokumenten. Die Entscheidung im Februar wird zeigen, ob die Angeklagte der Urkundenfälschung schuldig gesprochen wird und welche Strafen verhängt werden. Das Urteil könnte auch Auswirkungen auf die künftige Durchsetzung von Exportvorschriften für Nutztiere haben.