31 January 2026, 22:20

Selbstbestimmungsgesetz führt zu Rekordzahlen bei Geschlechtsanpassungen in Niedersachsen

Eine Europakarte mit verschiedenen Blautönen, die den Geschleichtergleichheitsindex für 2017 darstellen, mit der Überschrift "Gender Equality Index 2017 Power Overview" in fetter Schrift auf der linken Seite.

Selbstbestimmungsgesetz führt zu Rekordzahlen bei Geschlechtsanpassungen in Niedersachsen

Neue Zahlen zeigen einen deutlichen Anstieg bei Änderungen des rechtlichen Geschlechtseintrags in Niedersachsen seit Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes. Das im November 2024 eingeführte Gesetz hat zu einem starken Anstieg der Anträge geführt – besonders in Städten wie Eintracht Braunschweig, wo die höchsten Zahlen verzeichnet wurden. Allein im vergangenen Jahr haben die regionalen Behörden Hundertschaften von Aktualisierungen bearbeitet.

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Noch vor dem Inkrafttreten des Gesetzes war in Braunschweig bereits ein stetiger Anstieg der Geschlechtsanpassungen zu beobachten. Zwischen 2019 und 2023 stiegen die jährlichen Zahlen von 12 auf 28. Die Entwicklung verlief schrittweise: 15 Fälle im Jahr 2020, 19 im Jahr 2021 und 24 im Jahr 2022. Doch 2025 verzeichnete die Stadt mit 103 Änderungen den höchsten Wert in der Region.

Wolfsburg bearbeitete 75 Anträge nach dem neuen Gesetz. Im benachbarten Wolfenbüttel gab es bis Oktober 2025 insgesamt 38 Anmeldungen, wobei 25 Personen ihre Änderungen abschlossen. Gifhorn hingegen registrierte 13 Änderungen nach § 2 des Gesetzes.

In Goslar ließen 33 Menschen ihren Geschlechtseintrag ändern – davon wechselten 21 von weiblich zu männlich und 8 von männlich zu weiblich. Salzgitter verzeichnete 69 Anträge, wobei der häufigste Wechsel von weiblich zu männlich erfolgte (34 Fälle). In Peine gab es 16 Änderungen, darunter 10 von weiblich zu männlich und 4 in die umgekehrte Richtung. Helmstedt meldete insgesamt 35 Aktualisierungen.

Das Selbstbestimmungsgesetz hat in der gesamten Region zu einem spürbaren Anstieg der Änderungen des rechtlichen Geschlechtseintrags geführt. Besonders in Städten wie Braunschweig, Wolfsburg und Salzgitter wurden seit Einführung des Gesetzes die höchsten Zahlen verzeichnet. Die Behörden bearbeiten weiterhin Anträge, da immer mehr Menschen ihre Eintragungen aktualisieren.