22 December 2025, 08:23

Schwache Wirtschaft bremst Nachfrage nach Rohstoffen

Säcke mit Getreide sind ordentlich gestapelt und mit Namensschildern versehen.

Schwache Wirtschaft bremst Nachfrage nach Rohstoffen - Schwache Wirtschaft bremst Nachfrage nach Rohstoffen

Schwache Konjunktur bremst Rohstoffnachfrage

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Schwache Konjunktur bremst Rohstoffnachfrage

  1. Dezember 2025, 05:02 Uhr MEZ

Die Förderung und Einfuhr von Rohstoffen in Deutschland sind 2024 deutlich zurückgegangen. Die inländische Gewinnung sank auf 475 Millionen Tonnen – ein Rückgang gegenüber 534 Millionen Tonnen im Vorjahr. Die Entwicklung spiegelt tiefgreifende Veränderungen in den Energie- und Baubranchen wider.

Besonders stark betroffen war der Energiesektor: Die Braunkohleförderung ging um etwa 10 Prozent zurück und lag bei nur noch 89,7 Millionen Tonnen. Auch die Erdgasproduktion verringerte sich um fast 4 Prozent auf 4,5 Milliarden Kubikmeter im Vergleich zu 2023.

Auch die Importe folgten diesem Trend und sanken um 2,8 Prozent auf 288 Millionen Tonnen. Besonders stark betroffen waren Energierohstoffe wie Kohle, Öl und Gas. Dagegen stiegen die Einfuhren von Metallen und Nichtmetallen leicht an und bildeten eine Ausnahme im ansonsten negativen Gesamtbild.

Baustoffe blieben die am stärksten geförderten Rohstoffe in Deutschland. Sand, Kies und gebrochener Naturstein summierten sich 2024 auf 211 Millionen Tonnen. Allerdings markiert dieser Wert einen Rückgang um 25 Prozent seit 2020 – ein klares Zeichen für die anhaltend sinkende Nachfrage oder das verringerte Angebot.

Die aktuellen Zahlen zeigen einen deutlichen Wandel in der deutschen Rohstofflandschaft. Sowohl die inländische Förderung als auch die Importe sind rückläufig, insbesondere in den energiebezogenen Sektoren. Baustoffe, obwohl weiterhin dominierend, verzeichnen ebenfalls einen langfristigen Rückgang seit 2020.