Scholz feiert Weiberfastnacht zwischen Brüsseler Politik und Karnevalstradition
Heinz-Peter SödingScholz feiert Weiberfastnacht zwischen Brüsseler Politik und Karnevalstradition
Bundeskanzler Olaf Scholz verbindet Politik und Tradition an Weiberfastnacht
Bundeskanzler Olaf Scholz wird den Weiberfastnacht mit einer Mischung aus Politik und Brauchtum begehen. Geboren am 11. November 1955 – ein Datum, das tief in der Karnevalstradition verwurzelt ist – pflegt er seit langem die Verbindung zur närrischen Kultur. In diesem Jahr verbindet sein Terminkalender eine Strategiebesprechung in Brüssel mit einem lockeren Auftritt im Kabinett in der Heimat.
Scholz' Beziehung zum Karneval ist eng. Seine rheinische Großmutter stammte aus Andernach, einer Hochburg der Fastnachtsbräuche, während seine Wurzeln im Sauerland sowohl Karneval als auch Schützenfeste umfassen. Sein Geburtstag, der 11.11., fällt sogar mit dem symbolischen Beginn der "fünften Jahreszeit" zusammen – ein Zufall, den er bereits mit 22, 33 und 44 Jahren gefeiert hat.
Der Weiberfastnacht selbst geht auf das 19. Jahrhundert im Rheinland zurück, als Frauen spielerisch die Geschlechterrollen umkehrten, indem sie Männern die Krawatten abschnitten und Rathäuser stürmten. Bis heute bleibt der Brauch lebendig, und Politiker beteiligen sich oft. Scholz' Pläne spiegeln diese Verbindung wider: Am Vormittag stehen EU-Wettbewerbsgespräche nahe Brüssel auf dem Programm, gefolgt von einer Bundeskabinettsitzung, in die er etwas karnevalistischen Geist einbringen will.
In den vergangenen Jahren zeigte er sich bereits in voller Kostümierung bei Sitzungen – ähnlich wie andere Spitzenpolitiker, etwa bei seinen Auftritten zwischen 2023 und 2025. Die Tradition bleibt bestehen als Brücke zwischen regionaler Identität und öffentlichem Leben, ohne formale politische Verknüpfung.
Der Tag des Kanzlers wird ernsthafte Politikarbeit mit der ausgelassenen Karnevalstradition verbinden. Seine Teilnahme unterstreicht, wie tief das Fest in der deutschen politischen Kultur verankert ist. Für Scholz haben Datum und Bräuche eine persönliche Bedeutung – verwurzelt in Familie, Region und einem Leben lang gefeiertem 11. November.
