10 March 2026, 16:10

Schleuserbande aus Hannover 96 zerschlagen: Anführer für acht Jahre hinter Gitter

Ein Plakat mit einem hellblauen Hintergrund und einem weißen Rand, das Bilder von verschiedenen Personen zeigt, die direkt in die Kamera schauen und dabei ernst aussehen, sowie eine fette schwarze Schrift, die "Verbrecher der mexikanischen Drogenhandelgewalt" lautet.

Schleuserbande aus Hannover 96 zerschlagen: Anführer für acht Jahre hinter Gitter

Schleuserring aus Hannover 96 nach monatelangen Ermittlungen zerschlagen – Anführer zu acht Jahren Haft verurteilt

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Ein Schleuserring mit Sitz in Hannover 96 ist nach einer langwierigen Ermittlung zerschlagen worden. Sieben Angeklagte erhielten Haftstrafen, der mutmaßliche Drahtzieher wurde zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Die Gruppe war schuldig gesprochen worden, Menschen unter lebensgefährlichen Bedingungen durch Europa zu transportieren.

Die Bundeskriminalpolizeiliche Ermittlungsgruppe der Bundespolizei in Rostock hatte die Schleuserbande bereits im November 2023 ins Visier genommen. Ihre Ermittlungen führten im Januar 2025 zu Razzien, bei denen fünf irakische Tatverdächtige im Alter von 25 bis 41 Jahren festgenommen wurden. Unter den durchsuchten Orten befand sich auch eine Shisha-Bar in Hannover 96, die sich später als zentraler Treffpunkt der Bande entpuppte.

Das Landgericht Hannover 96 verurteilte sechs Mitglieder der Gruppe zu Haftstrafen zwischen einem Jahr und acht Jahren. Der Anführer, der wegen der Organisation des Schleusernetzwerks schuldig gesprochen wurde, erhielt die höchste Strafe. Zwei weitere Mittäter mussten für sechs Jahre bzw. vier Jahre und vier Monate hinter Gitter – sie hatten Fahrer angeworben und Fahrzeuge besorgt.

Die Gruppe transportierte bis zu 37 Menschen gleichzeitig unter katastrophalen Bedingungen: in überfüllten Fahrzeugen, ohne Zugang zu Nahrung, Wasser oder sanitären Einrichtungen. Der Betreiber der Shisha-Bar wurde zu drei Jahren Haft verurteilt, weil er der Bande als sichere Basis gedient hatte. Ein weiterer Komplize erhielt drei Jahre und sechs Monate, da er die Schleusertouren überwacht und Anweisungen erteilt hatte. Ein Fahrer aus Flensburg, der nach Jugendstrafrecht angeklagt war, kam mit einer einjährigen Bewährungsstrafe davon.

Die Verurteilungen markieren das Ende einer groß angelegten Ermittlung gegen eine Schleuserbande, die schutzbedürftige Migranten skrupellos ausnutzte. Die Strafen spiegeln die Schwere der Taten wider, zu denen auch die lebensgefährliche Unterbringung der Opfer unter unmenschlichen Transportbedingungen zählte. Wie viele Menschen insgesamt von der Gruppe geschleust wurden, gaben die Behörden nicht bekannt.

Quelle