Rossmann dringt mit neuer Versandapotheke in den Pharmamarkt vor – und folgt dm
Winfried JunkRossmann dringt mit neuer Versandapotheke in den Pharmamarkt vor – und folgt dm
Rossmann dringt in den Apothekenmarkt vor – und folgt damit dem Vorbild des Konkurrenten dm
Die Drogeriekette Rossmann expandiert in den Versandapothekenmarkt und schlägt damit einen Weg ein, den der Rivale dm bereits eingeschlagen hat. Für die neue niederländische Versandapotheke hat das Unternehmen zwei Führungskräfte ernannt. Der Schritt ähnelt dem jüngsten Markteintritt von dm, der trotz eines zögerlichen Starts strategisch bedeutsam ist.
An der Spitze der neuen Apotheken-Sparte von Rossmann steht Philipp Storb, ehemaliger Manager bei Gehe. Storb stieg 2009 bei dem Pharmagroßhändler ein, nachdem er zuvor für die Unternehmensberatung Kienbaum tätig gewesen war. Später wurde er dort Regionaldirektor Nord. 2017 wechselte er zu DocMorris/Zur Rose, wo er bis 2021 als Vizepräsident Einkauf fungierte.
Rossmanns Entscheidung, in den Apothekenmarkt einzusteigen, erfolgte nach dem Vorbild von dm. Raoul Roßmann, Gesellschafter des Unternehmens, räumte ein, dass die Expansion des Konkurrenten die eigene Strategie inspiriert habe. Beide Konzerne setzen nun auf Versandapotheken – ein Schritt mit politischem Gewicht, denn gemeinsame Initiativen entfalten oft mehr Einfluss als Einzelvorhaben.
Dms erster Monat im Apothekensektor verlief jedoch schwächer als erwartet und überraschte Branchenbeobachter. Doch CEO Christoph Werner dürfte dies als Teil eines langfristigen Plans gesehen haben, zumal das Unternehmen über den Verkauf rezeptfreier Medikamente hinauswachsen will. Ähnlich wie Rossmann hat auch dm mit Thomas Frömbling einen ehemaligen Gehe-Manager verpflichtet, um die Versandapotheke aufzubauen.
Storb wird die Leitung der Apotheken-Sparte bei Rossmann gemeinsam mit Malte Held übernehmen. Weitere Details zur niederländischen Versandapotheke hat das Unternehmen bisher nicht bekannt gegeben.
Mit der Expansion in den Apothekenmarkt setzt Rossmann nun auf erfahrene Führungskräfte. Der Schritt folgt der Strategie von dm und deutet auf ein abgestimmtes Vorgehen der großen Drogerieketten in diesem Segment hin. Trotz anfänglicher Herausforderungen scheinen beide Unternehmen entschlossen, ihre Position im Versandapothekengeschäft auszubauen.
