Rosa von Praunheims Vermächtnis: Ein Leben für queere Sichtbarkeit und Mut
Heinz-Peter SödingKroymann dankt von Praunheim: "Sie haben Großes erreicht" - Rosa von Praunheims Vermächtnis: Ein Leben für queere Sichtbarkeit und Mut
Kroymann würdigt von Praunheim: "Sie haben Großartiges geleistet"
Kroymann würdigt von Praunheim: "Sie haben Großartiges geleistet"
Kroymann würdigt von Praunheim: "Sie haben Großartiges geleistet"
- Dezember 2025, 09:35 Uhr
Rosa von Praunheim, eine prägende Figur der Schwulenbewegung und Pionier der queeren Rechte, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Mit seinem mutigen Aktivismus und einflussreichen Filmen hinterlässt er ein bleibendes Erbe in der queeren Kultur. Sein Tod wurde am Mittwoch bekanntgegeben und löste zahlreiche Würdigungen von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus.
Bundesweite Aufmerksamkeit erlangte von Praunheim 1991, als er in einer Live-Sendung drei prominente Persönlichkeiten – Moderator Alfred Biolek, Komiker Hape Kerkeling und Schauspielerin Hella von Sinnen – outete. Kritiker verurteilten diesen Schritt als unverhältnismäßigen Eingriff in die Privatsphäre. Später räumte er ein, dass das Vorgehen falsch gewesen sei, betonte jedoch, es habe wichtige Debatten über das Coming-out und Sichtbarkeit angestoßen.
Von Praunheims Tod markiert das Ende einer Ära für viele in der queeren Community. Seine Filme und sein Engagement stellten gesellschaftliche Normen infrage und inspirierten Generationen. Die von ihm angestoßenen Diskussionen – über Privatsphäre, Verantwortung und Sichtbarkeit – sind bis heute von Bedeutung.
