16 February 2026, 22:44

Revolutionäre Chip-Technologie gegen Alzheimer: Wie Braunschweig Nervenzellen entschlüsselt

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung verschiedener Gehirnzellen mit Textanmerkungen.

Revolutionäre Chip-Technologie gegen Alzheimer: Wie Braunschweig Nervenzellen entschlüsselt

Forschungsinitiative der Technischen Universität Braunschweig nutzt Spitzen-Technologie gegen altersbedingte Hirnerkrankungen

An der Technischen Universität Braunschweig ist eine neue Forschungsinitiative gestartet, die sich mit modernster Technologie altersbedingten Hirnerkrankungen widmet. Das Projekt Ing4Life verbindet Ingenieurwissenschaften und Neurowissenschaften, um Werkzeuge zu entwickeln, die das Verhalten von Nervenzellen bei Erkrankungen wie Alzheimer entschlüsseln. Die Wissenschaftler arbeiten an kompakten Lichtmodulen und winzigen "Labors auf einem Chip", mit denen sich Zellen in Echtzeit beobachten und stimulieren lassen.

Ing4Life ist Teil des Forschungsschwerpunkts "Engineering for Health" der Universität. Zum Team gehören Expertinnen und Experten aus den Bereichen Ingenieurwesen, Neurowissenschaften, Systembiologie, pharmazeutische Forschung und klinische Medizin. Ihr Ziel ist es, das zelluläre Gleichgewicht zu erforschen und neue Biomarker für die Früherkennung von Krankheiten zu identifizieren.

Ein zentraler Ansatz besteht darin, eine Datenbank aufzubauen, die den Zellstoffwechsel in gesunden und erkrankten Zuständen vergleicht – insbesondere bei Alzheimer. Zudem entwickeln die Forscher miniaturisierte Labore mit integrierten Elektroden. Diese Geräte sollen die elektrische Aktivität von Nervenzellen messen und so präzise Einblicke liefern, wie sich Krankheiten entwickeln.

Die Ingenieure des Projekts haben kompakte Lichtmodule für die Echtzeit-Beobachtung unter dem Mikroskop konstruiert. Mit diesen Werkzeugen lassen sich Nervenzellen gezielt stimulieren und hochpräzise überwachen. Durch die Kombination dieser Technologien hofft das Team, Muster zu erkennen, die zu besseren Diagnoseverfahren und Therapien führen könnten.

Die Arbeit von Ing4Life könnte die Erforschung und Diagnostik altersbedingter Hirnerkrankungen revolutionieren. Die entwickelten Tools – darunter Lichtmodule und "Labors auf einem Chip" – sollen klarere Daten zum Verhalten von Nervenzellen liefern. Bei Erfolg könnten diese Innovationen helfen, Erkrankungen früher zu erkennen und die Behandlungsergebnisse für Patientinnen und Patienten zu verbessern.

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