24 December 2025, 08:15

Pflichtige Kartenzahlung: Dehoga gegen Initiative aus Niedersachsen

Ein Collage-Bild mit verschiedenen Frauen in unterschiedlichen Kostümen, jede begleitet von Text und Dollar-Beträgen.

Pflichtige Kartenzahlung: Dehoga gegen Initiative aus Niedersachsen - Pflichtige Kartenzahlung: Dehoga gegen Initiative aus Niedersachsen

Die Chefin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) hat sich gegen Pläne ausgesprochen, kleine Betriebe zu verpflichten, bei jedem Kauf Kartenzahlungen anzubieten. Ingrid Hartges, Geschäftsführerin von Dehoga, argumentiert, dass Gebühren bei Kleinstbeträgen wie für Kaffee oder Eis die Händler belasten würden. Ihre Stellungnahme erfolgt, während Niedersachsen eine Pflicht zu digitalen Zahlungsmöglichkeiten in Cafés und Restaurants vorantreibt.

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Gleichzeitig unterstützt Hartges ein neues Regierungsprogramm, das Rentner zu einer Teilzeitbeschäftigung in der Branche motivieren soll.

Der Vorschlag aus Niedersachsen sieht vor, dass alle Gaststättenbetriebe – selbst bei geringen Umsätzen – digitale Zahlungsoptionen anbieten müssen. Hartges kritisierte dies mit dem Hinweis, dass die Kartentransaktionsgebühren die Gewinne bei kleinen Artikeln auffressen würden. Sie betonte, dass laut einer Mastercard-Umfrage bereits fast 90 Prozent der Betriebe Kartenzahlungen akzeptieren.

Zu einem anderen Thema begrüßte Hartges die „aktive Rente“ der Bundesregierung. Das im Spätherbst 2025 beschlossene Modell erlaubt Rentnern, bis zu 2.000 Euro monatlich steuerfrei zu verdienen, wenn sie über das Renteneintrittsalter hinaus weiterarbeiten. Das Gesetz wurde am 5. Dezember 2025 vom Bundestag verabschiedet und zwei Wochen später vom Bundesrat gebilligt.

Hartges schlug vor, dass Wochenenddienste in Bars, Cafés und Restaurants besonders für ältere Arbeitnehmer attraktiv sein könnten. Die Regelung tritt am 1. Januar 2026 in Kraft und bietet finanzielle Anreize für alle, die im Berufsleben bleiben möchten.

Die Diskussion über die Kartenzahlungspflicht hält an, wobei kleine Unternehmen die zusätzlichen Kosten fürchten. Gleichzeitig eröffnen die neuen Rentenvorschriften Rentnern die Möglichkeit, ihr Einkommen in der Gastronomie aufzubessern. Beide Themen werden die Branche im kommenden Jahr prägen.