Peine kämpft mit fast fünf Millionen Euro ausstehender Schuldenlast
Winfried JunkPeine kämpft mit fast fünf Millionen Euro ausstehender Schuldenlast
Die Stadt Peine steht vor einer wachsenden finanziellen Herausforderung, da die ausstehenden Schulden weiter ansteigen. Stand April 2025 beliefen sich die offenen Forderungen auf 4,72 Millionen Euro, doch inzwischen ist die Summe auf fast fünf Millionen Euro geklettert. Der Anstieg spiegelt die anhaltenden Schwierigkeiten wider, ausstehende Gelder von Dritten einzutreiben.
Den größten Teil der uneinbringlichen Forderungen machen unbeglichene Gewerbesteuern aus, die sich auf rund 2,8 Millionen Euro summieren. Hinzu kommen unbezahlte Unterkunftskosten in Höhe von 260.000 Euro sowie ausstehende Grundsteuern, die weitere 185.000 Euro ausmachen.
Auch Schulden aus dem Privatsektor und behördliche Bußgelder tragen maßgeblich zu der Summe bei: Rund 1,6 Millionen Euro entfallen auf unbeglichene Strafen, Säumniszuschläge und Gebühren. Beamte warnen, dass einige dieser Forderungen aufgrund gesetzlicher Verjährungsfristen drohen, verfallen zu können.
Allein in den letzten Monaten ist die Schuldenlast um knapp 200.000 Euro gewachsen, sodass sich die Gesamtforderungen nun auf 4,9 Millionen Euro belaufen. Zwar sind die nicht-liquiden Forderungen der Stadt im Vergleich zum Vorjahr nur moderat gestiegen, doch der Trend unterstreicht die anhaltenden Probleme bei der Beitragseintreibung.
Die steigenden ausstehenden Forderungen belasten die Stadtkasse Peines zusätzlich. Da die rückständigen Gewerbesteuern den größten Anteil ausmachen, muss die Kommune die Herausforderungen bei der Einziehung angehen, um weitere finanzielle Belastungen zu vermeiden. Die Gefahr verjährter Forderungen erhöht den Druck, die offenen Beträge zeitnah zu begleichen.
