Osnabrücks neues Mentoring-Projekt bringt Vielfalt in die Kommunalpolitik
Heinz-Peter SödingOsnabrücks neues Mentoring-Projekt bringt Vielfalt in die Kommunalpolitik
Neues Mentoring-Projekt fördert politische Teilhabe von Menschen mit Migrationshintergrund in Osnabrück
In Osnabrück ist ein neues Mentoring-Projekt gestartet, das die politische Beteiligung von Menschen mit Migrationsgeschichte stärken soll. Die Initiative DEMOKRATIE.MACHT.INTEGRATION wurde am 11. September 2023 mit einer Auftaktkonferenz offiziell eröffnet, an der lokale Verantwortungsträger und Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilnahmen.
Das Projekt bringt 14 Mentorinnen und Mentoren mit 21 Mentees zusammen und bietet praktische Einblicke in die Kommunalpolitik. Die Mentees begleiten ihre Mentorinnen und Mentoren im politischen Alltag, nehmen an Workshops zu Ratsverfahren, Verfassungsrecht und interkulturellen Kompetenzen teil. Der Migrationsrat, der das Programm leitet, hat zudem "Safe Spaces" für Vernetzung und gemeinsamen Austausch eingerichtet.
Entwickelt in Zusammenarbeit mit den Fraktionen und der Verwaltung des Osnabrücker Stadtrats, knüpft das Projekt an frühere Erfolge an – es wurde 2021 mit dem Niedersächsischen Integrationspreis ausgezeichnet. Bürgermeisterin Katharina Pötter betonte bei der Eröffnung die Bedeutung des Vorhabens: Demokratie lebe von Teilhabe und Vielfalt. Ziel sei es, politische Repräsentation sichtbarer und inklusiver zu gestalten.
Bis Juni 2026 läuft das Projekt und vermittelt praxisnahe Einblicke in die Ratsarbeit. Zwar gibt es keine genauen Zahlen zu Stadträtinnen und Stadträten mit Migrationshintergrund in der Geschichte Osnabrücks, doch die Initiative will dies ändern, indem sie mehr Engagement fördert.
Das Mentoring-Programm erstreckt sich über fast drei Jahre und bietet den Teilnehmenden strukturierte Unterstützung. Durch die Kombination von Workshops, Vernetzungsmöglichkeiten und praktischer politischer Erfahrung soll die Diversität in lokalen Entscheidungsprozessen gesteigert werden. Die Organisatorinnen und Organisatoren hoffen, dass das Projekt nachhaltige Spuren in der Osnabrücker Politiklandschaft hinterlässt.
