Osnabrücker Polizei startet Großkontrolle gegen Ablenkung im Straßenverkehr
Winfried JunkOsnabrücker Polizei startet Großkontrolle gegen Ablenkung im Straßenverkehr
Polizei im Landkreis Osnabrück geht vom 6. bis 12. Oktober gegen Ablenkung im Straßenverkehr vor
Die Aktion richtet sich an Autofahrer und Radfahrer, die während der Fahrt ihr Handy nutzen oder sich durch andere gefährliche Ablenkungen vom Verkehrsgeschehen ablenken lassen. Die Maßnahme ist Teil einer europäischen Initiative zur Reduzierung schwerer Verkehrsunfälle.
Die Operation wird im Rahmen von ROADPOL durchgeführt, einem Netzwerk von Verkehrspolizeibehörden aus über 20 europäischen Ländern, darunter alle EU-Mitgliedstaaten sowie Norwegen und die Schweiz. Die Gruppe koordiniert regelmäßig Schwerpunktactionen, um häufige Unfallursachen wie Rasen, Alkohol am Steuer und Konzentrationsmängel zu bekämpfen.
In dieser Woche liegt der Fokus auf Autofahrern und Radfahrern, die ihr Mobiltelefon während der Fahrt benutzen. Wer als Autofahrer mit dem Handy in der Hand erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Radfahrer, die gegen diese Regel verstoßen, zahlen 55 Euro. Deutlich höhere Strafen drohen, wenn die Ablenkung zu einer Gefährdung oder einem Unfall führt – bis zu 200 Euro, zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot. Überprüft werden auch andere riskante Verhaltensweisen wie Essen, Trinken, Rauchen oder das Hantieren mit Radio oder Navigationsgerät. Frühere Kontrollen in der Region hatten ergeben, dass rund 45 Prozent der Fahrer in irgendeiner Form gegen die Vorschriften zur Verkehrskonzentration verstoßen. Ziel ist es, die Regeln durchzusetzen und gleichzeitig die Verkehrsteilnehmer für die Gefahren zu sensibilisieren.
Die Aktion läuft bis zum 12. Oktober im gesamten Gebiet Osnabrück. Die Polizei wird die Straßen überwachen, um Verstöße ahnden und gefährliche Gewohnheiten einzudämmen. Langfristig soll so die Zahl der schweren Unfälle, die auf Unaufmerksamkeit zurückgehen, gesenkt werden.
