Osnabrück plant neues Probenzentrum am Domhof – Herz-Jesu-Kirche als Favorit
Serpil KranzOsnabrück plant neues Probenzentrum am Domhof – Herz-Jesu-Kirche als Favorit
Im Rahmen der Sanierung des Theaters am Domhof plant Osnabrück ein neues Probenzentrum mit Kostümwerkstätten. Die Stadt hat nach einer detaillierten Machbarkeitsstudie zwei mögliche Standorte für das Projekt geprüft: die Herz-Jesu-Kirche und den Limberg. Die Studie bewertete dabei Flächenbedarf, Kosten, Baubestimmungen, technische Anforderungen sowie logistische Aspekte für beide Standorte.
Die Herz-Jesu-Kirche bietet rund 4.580 Quadratmeter in zentraler Lage mit guter Verkehrsanbindung. Allerdings erschweren hoher Grundwasserspiegel und schwieriger Baugrund dort unterirdische Arbeiten und treiben die Kosten in die Höhe.
Trotz dieser Herausforderungen bevorzugt die Verwaltung nun die Herz-Jesu-Kirche. Eine Bühnenbildwerkstatt lässt sich auf dem Gelände nicht unterbringen und bleibt daher in der Rheinstraße, was zusätzlichen Koordinationsaufwand zwischen den beiden Standorten bedeutet. Zum Projekt gehört zudem ein kleinerer Zweitspielort in der Innenstadt sowie verbesserte Probenräume für das Ensemble.
Die geschätzten Nettokosten für den Kernbereich am Standort Herz-Jesu-Kirche belaufen sich auf etwa 36,9 Millionen Euro. Die Finanzierungsperspektiven sind vielversprechend, wobei erste verbindliche Zusagen voraussichtlich ab 2028 zu erwarten sind. Die Stadt prüft im Rahmen der Planung weiterhin alternative Standorte.
Die Empfehlung lautet, die Herz-Jesu-Kirche als Hauptstandort weiterzuverfolgen. Das Vorhaben erfordert eine enge Abstimmung zwischen den Standorten sowie erhebliche Investitionen. Die Aussichten auf Fördermittel bleiben gut – ab 2028 werden Zuschüsse für die Umsetzung erwartet.
