Öffentlicher Dienst in Niedersachsen und Bremen droht mit Streiks für höhere Löhne
Winfried JunkÖffentlicher Dienst in Niedersachsen und Bremen droht mit Streiks für höhere Löhne
Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Niedersachsen und Bremen bereiten Streiks vor – Lohnverhandlungen stocken
Die Gewerkschaft ver.di hat zu höheren Löhnen, besseren Arbeitsbedingungen und mehr Jobsecurity für rund 284.100 Beschäftigte aufgerufen. Ab dieser Woche sind Kundgebungen und Arbeitsniederlegungen in wichtigen Städten wie Hannover und Bremen geplant.
Zu den Forderungen der Gewerkschaft gehört eine monatliche Lohnerhöhung von sieben Prozent für alle betroffenen Mitarbeiter:innen. Betroffen sind Beschäftigte in Universitätskliniken, im Straßenbau, in Häfen und im Hochschulbereich. Geringverdiener:innen sollen mindestens 300 Euro mehr erhalten, Berufseinsteiger:innen 200 Euro zusätzlich im Monat.
Auch Schicht- und Überstundenzuschläge stehen zur Debatte – ver.di fordert hier eine Erhöhung um 20 Prozentpunkte. Zudem pocht die Gewerkschaft auf unbefristete Verträge für Auszubildende nach Abschluss ihrer Ausbildung. Auch studierende Werkstudierende sollen künftig einen garantierten Mindestlohn pro Stunde erhalten, so der Entwurf für den neuen Tarifvertrag.
Großkundgebung in Bremen um 9:00 Uhr auf der Bürgerweide Redner:innen werden die Versammelten ansprechen, bevor ein Demonstrationszug zur Senatorin für Finanzen aufbricht. Ver.di schlägt eine Laufzeit von zwölf Monaten für die neue Tarifvereinbarung (TV-L) vor und hofft auf eine zügige Einigung, bevor die Proteste weiter eskalieren.
Die Streiks und Demonstrationen werden in beiden Bundesländern zu Einschränkungen im öffentlichen Dienst führen. Bei einer Annahme der Forderungen würden Tausende Beschäftigte von Lohnerhöhungen und Arbeitsplatzgarantien profitieren. Die Verhandlungen laufen weiterhin – eine Einigung ist vorerst nicht in Sicht.
