Nordhorn gedenkt der NS-Opfer mit bewegenden Beiträgen und Musik
In Nordhorn fand eine Gedenkfeier zum jährlichen Tag des Gedenkens an die Opfer des NS-Regimes statt. Rund 100 Menschen versammelten sich in der Kreuzkirche zu der Veranstaltung, die Reden, Aufführungen und musikalische Würdigungen umfasste.
Moderatorin Marianne Schnelle eröffnete die Feier und begrüßte die Anwesenden zu diesem feierlichen Anlass. Daraufhin hielt Bürgermeister Thomas Berling eine Gedenkansprache, in der er die Notwendigkeit betonte, sich an die unter dem NS-Regime verübten Gräueltaten zu erinnern.
Schülerinnen und Schüler der Freiherr-vom-Stein-Schule trugen mit zwei berührenden Darbietungen zum Programm bei: Einmal mit einem Theaterstück, zum anderen mit einem Video, das fiktive Postkarten lokaler NS-Opfer zeigte. Ihre Beiträge verleihen der Erinnerung eine persönliche Note.
Musikerinnen und Musiker der Nordhorner Musikschule begleiteten die Veranstaltung mit Live-Musik. Zudem teilte der Holocaust-Überlebende Lodewijk van Mourik seine Lebensgeschichte und vermittelte den Anwesenden eine kraftvolle Botschaft der Hoffnung.
Die Gedenkfeier in Nordhorn war eine von vielen, die am 27. Januar in ganz Deutschland stattfanden. Auch Städte wie Mettmann, Dresden, Mainz, Wiesbaden und Oberhausen veranstalteten ähnliche Gedenkveranstaltungen, bei denen jeweils die lokale Geschichte im Zusammenhang mit NS-Verbrechen aufgearbeitet wurde. Die Veranstaltungen sorgen dafür, dass das Andenken an die Opfer für kommende Generationen lebendig bleibt.
