26 March 2026, 18:12

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Dienstleister wachsen, Industrie kämpft mit massiven Umsatzeinbrüchen

Schwarz-weiß-Karte von Ober- und Niedersachsen, die geographische Merkmale wie Flüsse, Berge und Städte zeigt, mit zusätzlichen Textanmerkungen.

Niedersachsens Wirtschaft 2024: Dienstleister wachsen, Industrie kämpft mit massiven Umsatzeinbrüchen

Niedersachsens Wirtschaft präsentierte 2024 ein gemischtes Bild: Zwar stieg die Zahl der Unternehmen leicht an, doch die Gesamtumsätze gingen zurück. Die umsatzsteuerpflichtigen Betriebe verzeichneten einen Rückgang von 1,8 Prozent auf rund 746 Milliarden Euro. Hinter den Zahlen verbirgt sich ein Strukturwandel: Während Dienstleistungsbranchen wuchsen, kämpften traditionelle Industrien mit Schwierigkeiten.

Die Anzahl der Unternehmen in Niedersachsen erhöhte sich 2024 um 0,6 Prozent auf 276.260. Doch dieses Wachstum schlug sich nicht in höheren Gesamterlösen nieder. Stattdessen schrumpften die Umsätze – vor allem wegen deutlicher Einbrüche in der Industrie und im Energiesektor.

Besonders hart traf es die verarbeitende Industrie, deren Erlöse um 5,5 Prozent sanken. Besonders betroffen waren der Maschinenbau und die Metallproduktion. Noch stärker litten Energieversorger mit einem Umsatzrückgang von 17 Prozent. Diese Verluste überlagerten die Zuwächse in anderen Bereichen.

Dienstleistungsbranchen hingegen entwickelten sich positiv. Finanz- und Versicherungsdienstleister verzeichneten deutliche Umsatzsteigerungen, und auch wissenschaftliche, technische und unternehmensnahe Dienstleistungen expandierten. Die Daten deuten auf einen strukturellen Wandel hin: Die Wirtschaft stützt sich zunehmend auf Dienstleistungen statt auf Produktion.

Bundesweit hatten energieintensive Industrien mit Herausforderungen zu kämpfen, wobei die spezifischen Zahlen Niedersachsens nicht direkt mit anderen Bundesländern verglichen wurden. Über die Hälfte der deutschen Chemieunternehmen gab 2024 an, an Wettbewerbsfähigkeit verloren zu haben – trotz eines Rückgangs der Industrie-Strompreise um 12,9 Prozent bis Januar 2026 dank staatlicher Subventionen.

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Die Zahlen von 2024 zeigen einen klaren Trend: Niedersachsens Wirtschaft bewegt sich in Richtung Dienstleistungen, doch der Wandel gleicht die Verluste in Industrie und Energiesektor noch nicht aus. Zwar florierten einige Branchen, doch der allgemeine Umsatzrückgang spiegelt die anhaltenden Belastungen für traditionelle Industrien wider. Die wirtschaftliche Zukunft der Region könnte davon abhängen, wie gut es gelingt, sich an diese Veränderung anzupassen.

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