Niedersachsen wirbt in Usbekistan um dringend benötigte Bau-Fachkräfte
Heinz-Peter SödingNiedersachsen wirbt in Usbekistan um dringend benötigte Bau-Fachkräfte
Fachkräftemangel im deutschen Baugewerbe: Niedersachsen und Bremen werben in Usbekistan um Nachwuchs
Die deutsche Bauwirtschaft kämpft mit einem massiven Mangel an Fachkräften. Um gegenzusteuern, erweitern der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen und das Ausbildungszentrum BAU ABC ihre Rekrutierungsbemühungen in Usbekistan. Ab August 2026 sollen jährlich bis zu 200 Auszubildende aus Drittstaaten in die Region geholt werden.
Hintergrund der Initiative ist die zunehmende Schwierigkeit von Bauunternehmen, freie Ausbildungsplätze zu besetzen. Jörn P. Makko, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbands, warnte, dass ohne gezielte Zuwanderung wichtige Infrastrukturprojekte ins Stocken geraten könnten. Im Fokus stehen motivierte Bewerberinnen und Bewerber, die innerhalb der nächsten zwei Jahre eine Ausbildung in Deutschland beginnen können.
Die BAU ABC übernimmt die komplette Abwicklung – von der Auswahl der Kandidaten über Visumverfahren und Sprachkurse bis hin zur Unterstützung bei der Wohnungsvermittlung. Langfristig ist geplant, jährlich bis zu 200 Auszubildende nach Niedersachsen und Bremen zu bringen. Erste Kontakte zu potenziellen Bewerbern knüpfte man auf der berufsEXPO Tashkent 2025, die bei GP Papenburg Uzbekistan stattfand. Die Messe zog 800 Besucher an und präsentierte deutsche und usbekische Unternehmen, die jungen Menschen mit guten Deutschkenntnissen Perspektiven bieten. Moritz Lohe, Leiter der BAU ABC, betonte, dass das Projekt Bauunternehmen direkt entlaste, indem es offene Ausbildungsstellen besetze. Die Karrierebörse zeigte ein wachsendes Interesse usbekischer Jugendlicher an konkreten Berufswegen – und festigte zugleich die deutsch-usbekische Zusammenarbeit in der beruflichen Bildung.
Ziel des Programms ist es, dem Baugewerbe langfristig qualifizierten Nachwuchs zu sichern. Ab 2026 sollen jährlich bis zu 200 Auszubildende in Niedersachsen und Bremen ihre Lehre beginnen. Damit will man nicht nur Verzögerungen bei Großprojekten verhindern, sondern auch internationale Ausbildungspartnerschaften stärken.
