Niedersachsen will Lieferfahrer vor prekären Jobs bei Essensdiensten schützen
Heinz-Peter SödingNiedersachsen will Lieferfahrer vor prekären Jobs bei Essensdiensten schützen
Niedersachsen fordert Direktanstellungspflicht für Essenslieferanten
Ankündigung Niedersachsens Arbeitsminister Andreas Philippi (SPD) fordert eine gesetzliche Verpflichtung zur Direktanstellung von Beschäftigten in Essenslieferdiensten.
- November 2025, 11:33 Uhr
Schlagwörter Finanzen, Wirtschaft, Politik, Allgemeine Nachrichten
Niedersachsens Arbeitsminister Andreas Philippi hat schärfere Regeln für Essenslieferdienste gefordert. Unternehmen sollen Lieferfahrer künftig direkt einstellen müssen, statt auf Subunternehmer zurückzugreifen. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der die Plattformökonomie wächst und viele Beschäftigte mit prekären Arbeitsverhältnissen und niedrigeren Löhnen konfrontiert sind.
Die Initiative wurde vor der Konferenz der Arbeits- und Sozialminister in München vorgestellt. Philippi kritisierte, dass Unternehmen ihre Verantwortung auf Subunternehmer abwälzten – insbesondere in der plattformbasierten Wirtschaft. Dies untergrabe faire Arbeitsbedingungen, so der Minister.
Ziel der geplanten gesetzlichen Änderungen ist es, die Situation der Lieferfahrer zu verbessern. Sollten die Regeln umgesetzt werden, müssten Unternehmen ihre Mitarbeiter direkt beschäftigen und könnten sich nicht länger auf Subunternehmer stützen. Davon könnten Tausende Plattformarbeiter in Niedersachsen profitieren, die bisher oft in unsicheren Beschäftigungsverhältnissen arbeiten.
