08 January 2026, 06:28

Niedersachsen stärkt Ehrenamt mit neuer Strategie für mehr Wertschätzung und Digitalisierung

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Niedersachsen stärkt Ehrenamt mit neuer Strategie für mehr Wertschätzung und Digitalisierung

Niedersachsen startet neue Strategie zur Förderung von Ehrenamt und bürgerschaftlichem Engagement

Niedersachsen hat eine neue Strategie auf den Weg gebracht, um das Ehrenamt und das bürgerschaftliche Engagement im gesamten Land zu stärken. Der von der Landesregierung beschlossene Plan zielt darauf ab, die Unterstützung, Wertschätzung und Arbeitsbedingungen für Freiwillige zu verbessern. Verantwortliche bezeichnen dies als einen entscheidenden Schritt, um den sozialen Zusammenhalt und die Gemeinschaftsbeteiligung zu festigen.

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Die Strategie basiert auf den Empfehlungen der Enquête-Kommission zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für freiwilliges Engagement, die von Juni 2020 bis März 2022 tagte. Ein eigenes Projektteam, das seit dem 1. Juni 2024 unter der Leitung von Dr. Anne Tittor arbeitet, entwickelte den Plan im Auftrag des Innenministeriums, für Sport und Digitalisierung. Auch andere Ressorts, darunter das Sozialministerium und die Staatskanzlei, brachten sich ein.

Drei zentrale Handlungsfelder prägen die Strategie: Anerkennung und Wertschätzung, Förderung, Finanzierung und Qualifizierung sowie Verbesserung der Rahmenbedingungen und Strukturen. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Ausweitung der Ehrenamtskarte, die Einführung eines Kompetenznachweises für Freiwillige sowie die Digitalisierung des Ehrenamtsmanagements. Besonders im Fokus steht die Jugendbeteiligung, flankiert von Bestrebungen, lokale Freiwilligenagenturen zu stärken. Um das Engagement zu erleichtern, werden zudem rechtliche und finanzielle Hürden abgebaut. Geplant sind bessere Versicherungsschutzangebote, Bürokratieabbau und eine leichtere Zugänglichkeit zu behördlichen Informationen. Ein neu eingerichtetes Koordinierungsbüro Ehrenamt in der Staatskanzlei soll die Umsetzung steuern und eng mit zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammenarbeiten.

Ministerpräsident Olaf Lies betonte die Bedeutung des Ehrenamts als „Kitt der Gesellschaft“. In den kommenden Monaten werden die zuständigen Ministerien die Strategie konkret ausrollen und weiterentwickeln.

Die Niedersächsische Strategie für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement legt klare Maßnahmen fest, um freiwilliges Engagement zu fördern und auszubauen. Mit dem Koordinierungsbüro als zentraler Anlaufstelle geht es nun darum, die Pläne in die Tat umzusetzen. Ziel ist es, ein noch attraktiveres und effizienteres Umfeld für Ehrenamtliche im gesamten Land zu schaffen.