Niedersachsen setzt auf Solarenergie: 500 Dächer werden zu Kraftwerken
Serpil KranzNiedersachsen setzt auf Solarenergie: 500 Dächer werden zu Kraftwerken
Niedersachsen treibt den Ausbau der Solarenergie auf seinen öffentlichen Gebäuden entschlossen voran. Das Bundesland hat einen großen Vertrag unterzeichnet, um Dachflächen von über 500 Liegenschaften zu verpachten – insgesamt mehr als eine halbe Million Quadratmeter. Im Rahmen des Projekts werden in den nächsten 25 Jahren Solaranlagen von einem privaten Unternehmen installiert und betrieben.
Die Landesregierung hat den Zuschlag an das Unternehmen 1Komma5° vergeben, eine Tochter der Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG. Laut Vereinbarung wird das Unternehmen Solarmodule auf 555.000 Quadratmetern Dachfläche an über 500 Gebäuden im Südosten Niedersachsens errichten und betreiben.
Der erzeugte Strom soll vorrangig die Gebäude selbst versorgen; Überschüsse werden ins öffentliche Netz eingespeist. Dem Projekt ging eine umfassende Bewertung von rund 5.500 landeseigenen Immobilien voraus – darunter Behörden und Universitäten –, um deren Solarpotenzial zu ermitteln. Bereits laufen die Arbeiten in der Region Hannover und im Nordwesten Niedersachsens. Eine separate Ausschreibung für den Bereich Nord-Mitte soll in Kürze folgen und das Programm weiter ausbauen.
Die 25-jährige Laufzeit des Pachtvertrags unterstreicht das langfristige Engagement der Region für erneuerbare Energien. Durch die Nutzung öffentlicher Dächer für die Solarstromerzeugung will Niedersachsen CO₂-Emissionen senken und die Abhängigkeit von externen Energiequellen verringern. Zudem wird das Projekt sauberen Strom ins lokale Netz einspeisen.
