30 January 2026, 20:23

Niedersachsen setzt auf riesige Stromspeicher – ohne Subventionen zum Erfolg

Ein Diagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Sonne in Deutschland zeigt, mit begleitendem Text, der zusätzliche Dateninformationen bereitstellt.

Niedersachsen setzt auf riesige Stromspeicher – ohne Subventionen zum Erfolg

In Niedersachsen gehen zwei große Batteriespeicherprojekte voran, während Deutschland seine Energieinfrastruktur ausbaut. Kyon Energy hat soeben in Alfeld ein System mit 137,5 Megawatt (MW) Leistung in Betrieb genommen, während RWE in Lingen den Bau einer 400-MW-Anlage vorbereitet. Beide Vorhaben zielen darauf ab, die Netzstabilität und Marktflexibilität zu verbessern – und das ohne staatliche Subventionen.

Das neueste Projekt von Kyon Energy in Alfeld ist nun am Netz: Ein 137,5-MW-Batteriespeicher mit einer Kapazität von 282 Megawattstunden (MWh) wurde an das 110-kV-Netz des Netzbetreibers Avacon angeschlossen. Die Anlage wird am Strommarkt handeln und Flexibilität für das Netz bereitstellen – ganz ohne direkte finanzielle Förderung. Dieser marktgetriebene Ansatz spiegelt einen größeren Trend in Regionen wider, die mit Netzengpässen und Preisschwankungen konfrontiert sind.

Unterdessen kündigte RWE Pläne für ein deutlich größeres Stromspeichersystem in Lingen an. Der Baubeginn ist für Anfang 2026 vorgesehen; die 400-MW-Anlage soll eine Entladedauer von mindestens zwei Stunden aufweisen, was etwa 800 MWh gespeicherter Energie entspricht. Nach der für 2028 geplanten Fertigstellung wird sie Ausgleichsleistungen, Reservekapazitäten und kurzfristige Flexibilität für das Stromnetz bieten.

Das Projekt in Lingen entsteht auf dem Gelände eines bestehenden RWE-Kraftwerks und unterstreicht damit die wachsende Bedeutung der Region für die Energiewende. Beide Vorhaben zeigen, wie großtechnische Speicherlösungen zunehmend an Bedeutung gewinnen, um erneuerbare Energien zu integrieren und die Netznachfrage zu steuern.

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Während der Batteriespeicher in Alfeld bereits in Betrieb ist, wird RWE die Anlage in Lingen erst 2028 fertigstellen. Gemeinsam stärken sie die Energieinfrastruktur Niedersachsens erheblich. Die Systeme werden dazu beitragen, Angebot und Nachfrage auszugleichen und Deutschlands Übergang zu saubereren Energiequellen zu unterstützen.