Niedersachsen reformiert Tierschutzbeirat für mehr Effizienz und Transparenz
Leopold BeerNiedersachsen reformiert Tierschutzbeirat für mehr Effizienz und Transparenz
Niedersachsen reformiert seinen Landesbeirat für bessere Tierschutzpolitik
Die Landesregierung hat den Tierschutzbeirat umstrukturiert, um die Tierschutzmaßnahmen im Land zu verbessern. Wie die Regierung mitteilte, wird der Beirat künftig wieder der Landesbeauftragten für Tierschutz (LBT) unterstellt – eine Rückkehr zur Regelung vor der Änderung von 2018. Die Reform solle Entscheidungsprozesse beschleunigen und den Schutz von Tieren in der Region stärken, hieß es.
Der Tierschutzbeirat, der bereits 1991 eingerichtet wurde, berät das Land unabhängig in Fragen des Tierschutzes. Seine 16 ehrenamtlichen Mitglieder vertreten ein breites Spektrum an Gruppen, darunter Kirchen, Tierschutzorganisationen, Jagd- und Landwirtschaftsverbände, Tierärztekammern sowie eine wissenschaftliche Forscherin.
Die neue Amtszeit des Beirats läuft bis September 2027. Die administrativen Aufgaben übernimmt künftig die LBT – eine Funktion, die das Amt bereits bis 2018 innehatte. Dr. Julia Pfeiffer-Schlichting, die seit Mai 2024 als Landesbeauftragte für Tierschutz amtiert, wird die Integration leiten. Sie fungiert sowohl als Regierungsberaterin als auch als Ansprechpartnerin für Tierhalter und Bürger.
Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte begrüßte die Entscheidung und betonte, sie werde die Tierschutzpolitik wirksamer gestalten. Bis Februar 2026 werden sechs Bundesländer – Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt – ähnliche Strukturen eingeführt haben, indem sie ihre Tierschutzgremien mit der landeseigenen tierärztlichen Leitung verknüpfen.
Mit der Reform schließt sich Niedersachsen fünf weiteren Ländern an, die ihre Tierschutzbemühungen zentralisieren. Die Arbeit des Beirats fällt nun in den Verantwortungsbereich der LBT, wobei Dr. Pfeiffer-Schlichting die Koordination übernimmt. Die Änderung soll in den kommenden Jahren für mehr Transparenz und schnellere Reaktionen auf Tierschutzfragen sorgen.
