09 January 2026, 10:09

Niedersachsen plant Fernunterricht bei Extremwetter und Notfällen als gesetzliche Option

Eine Straßenszene mit Gebäuden, Bäumen, fahrenden Fahrzeugen, Schildern, Verkehrsampeln, einem blauen bewölkten Himmel und Warnschildern auf der Straße.

Distanzunterricht bei Sturm und Eis? Land plant Reform - Niedersachsen plant Fernunterricht bei Extremwetter und Notfällen als gesetzliche Option

Schulen in Niedersachsen könnten bald bei extremem Wetter oder anderen schweren Störungen auf Fernunterricht umstellen. Die Landesregierung kündigte Anfang Oktober Pläne an, das Schulgesetz zu aktualisieren, um klare Regelungen für digitalen Unterricht zu schaffen. Präsenzunterricht bleibt zwar die Priorität, doch Ausnahmen sollen nun gesetzlich festgeschrieben werden.

Nach den geplanten Änderungen könnten Schulen auf Online-Unterricht umsteigen, wenn Stürme, Glatteis oder Hitzewellen die Anreise unsicher machen. Auch bei Ausfällen des Schülerverkehrs wegen extremer Bedingungen wäre Fernunterricht möglich. Zudem könnte digitaler Unterricht den Präsenzbetrieb ersetzen, wenn Brände oder andere Notfälle Schulgebäude schließen.

Das Gesetzentwurf beschränkt Fernunterricht nicht auf wetterbedingte Fälle. Schulen könnten die Regelung auch aus pädagogischen oder organisatorischen Gründen nutzen – Kritiker warnen jedoch davor, die Bestimmungen für Personal- oder Raummangel zu missbrauchen. Sowohl der Landeselternrat als auch die Lehrergewerkschaften haben Bedenken wegen möglicher Fehlanwendungen geäußert. Die Novelle muss noch vom Landtag verabschiedet werden, bevor sie in Kraft tritt. Bei Annahme schafft sie eine verbindliche Rechtsgrundlage für Fernunterricht in Niedersachsen.

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Die neuen Regeln sollen Schulen in Notlagen Flexibilität bieten, ohne den klassischen Unterricht als Standard infrage zu stellen. Fernunterricht wird nicht automatisch "Hitzefrei"-Tage ersetzen, sondern nur dann zum Einsatz kommen, wenn Sicherheit oder Logistik es erfordern. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Abgeordneten des Landtags.