Niedersachsen führt gemeinsames Fach Christliche Religionslehre ein
Heinz-Peter SödingNiedersachsen führt gemeinsames Fach Christliche Religionslehre ein
Ab diesem Sommer führt Niedersachsen ein neues Schulfach ein: Christliche Religionslehre. Es ersetzt die bisher getrennten evangelischen und katholischen Unterrichtsangebote. Die Umstellung ist das Ergebnis jahrelanger Gespräche zwischen den Kirchen, die einen gemeinsamen Lehrplan erarbeitet haben.
Die Entwicklung des Faches war von langen Verhandlungen zwischen den Konfessionen geprägt. Möglich wurde das Projekt auch durch die starke ökumenische Tradition Niedersachsens. Nicht alle Kirchenmitglieder standen der Idee von Anfang an positiv gegenüber.
Hamburg zeigt großes Interesse an dem Modell. Dort rechnen Bildungsverantwortliche damit, es künftig zu übernehmen. Auch in kirchlichen Kreisen stößt der Plan auf Zustimmung. Andere Bundesländer beobachten die Entwicklung mit wachsender Neugier und prüfen, wie sich das Konzept in der Praxis bewährt.
Das neue Fach löst nach und nach die bisherigen Religionslehrangebote ab. Sein Erfolg hängt jedoch von den lokalen Gegebenheiten ab, da nicht alle Regionen über eine vergleichbare ökumenische Basis verfügen. Andere Länder erwägen nun, ob das Modell auch bei ihnen funktionieren könnte.






