Neues Messedesign, Bauprojekte und eine Klage gegen den Bezirk
Heinz-Peter SödingNeues Messedesign, Bauprojekte und eine Klage gegen den Bezirk
Neues Messekonzept, Bauprojekte und eine Klage gegen den Landkreis
Kurzmeldung: Der Schulausschuss des Landkreises befasste sich am Mittwoch mit Haushaltszahlen und der Neuausrichtung der Berufsorientierung.
Artikel: Der Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport des Landkreises Goslar kam am Mittwoch zu einer kurzen, aber wegweisenden Sitzung zusammen. In weniger als 40 Minuten wurden zentrale Themen behandelt – von der Förderung des Wintersports bis hin zu den Plänen für die Berufsorientierungsmesse im nächsten Jahr. Gleichzeitig sieht sich der Landkreis mit einer rechtlichen Auseinandersetzung wegen der Vergabe eines großen Bauauftrags konfrontiert.
Auf der Tagesordnung stand zwar nur ein einziger Beschluss, doch dieser umfasste mehrere wichtige Punkte. Einstimmig bewilligten die Mitglieder 15.000 Euro zur Unterstützung der Langlauf- und Biathlon-Anlage Sonnenberg im Harz. Die Mittel sollen die Betriebsdefizite für 2024 decken, darunter die Instandhaltung der Beschneiungsanlage.
Auch die Pläne für die Berufsorientierungsmesse im kommenden Jahr wurden finalisiert. Die Veranstaltung wird über die bisherigen BuS-Messe-Vormittagstermine im September hinausgehen und am zweiten Tag in der DEJAVU ein Nachmittags- und Abendprogramm anbieten. Das neue Format integriert die ehemalige TschüssSchule-Messe und zielt darauf ab, berufliche und akademische Beratung in entspannterer Atmosphäre anzubieten. Dadurch erhalten auch Jugendliche und Eltern, die morgens keine Zeit haben, Zugang zu Orientierungshilfen.
Die Sitzung fand statt, während sich der Landkreis auf einen Rechtsstreit vorbereitet. Der Rechtsanwalt Dr. Uwe Oehmichen hat Klage wegen Verstößen gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz bei der europaweiten Ausschreibung für den Neubau der Liebenburger Sporthalle erhoben. Der Prozess beginnt am 9. Dezember vor dem Landgericht Braunschweig. Das rund 13 Millionen Euro teure Projekt zählt zu den größten laufenden Bauvorhaben des Landkreises – überschattet jedoch vom noch kostspieligeren Ausbau des Werner-von-Siemens-Gymnasiums in Bad Harzburg, der mit 17,3 Millionen Euro das teuerste Bauprojekt des Landkreises darstellt.
Die Beschlüsse des Ausschusses sichern die weitere Unterstützung des lokalen Wintersports und passen die Berufsberatung besser an die Bedürfnisse der Familien an. Die anstehende Gerichtsverhandlung im Dezember wird klären, ob das Vergabeverfahren für die Liebenburger Sporthalle wettbewerbsrechtlich einwandfrei war. Beide Projekte – zusammen mit dem Gymnasiumsausbau – unterstreichen die erheblichen Investitionen des Landkreises in Bildung und Infrastruktur.
