Neuer Terminal 3 am Frankfurter Flughafen: Warum Anwohner und Politiker protestieren
Serpil KranzNeuer Terminal 3 am Frankfurter Flughafen: Warum Anwohner und Politiker protestieren
Flughafen Frankfurt: Terminal 3 soll bald eröffnen – scharfe Kritik von Kommunalpolitikerin
Der neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen steht kurz vor der Eröffnung, doch der Schritt stößt bei lokalen Verantwortungsträgern auf heftige Kritik. Janina Steinkrüger, Umwelt- und Verkehrsdezernentin der Stadt Mainz, bezeichnete die Inbetriebnahme als "Beerdigung für eine von Lärm gepeinigte Region". Sie argumentiert, dass der Ausbau die seit Langem bestehenden Probleme für die Anwohner im Rhein-Main-Gebiet weiter verschärfen werde.
Jahre lang hatten die Flughafenbetreiber den Bau von Terminal 3 mit der Prognose steigender Passagier- und Flugzahlen begründet. Doch tatsächlich stagniert der Verkehr – die Betreiber sind gezwungen, auf Billigfluglinien und Frachtflüge zurückzugreifen, um die Lücken zu füllen.
Steinkrüger kritisierte das Projekt als fehlgeleiteten Kapazitätsausbau. Sie warnte, dass die Lärmbelastung in der Region seit Jahren unerträglich sei und der Flugverkehr bereits jetzt die gesetzlichen Grenzwerte überschreite. Der neue Terminal werde die Situation ihrer Meinung nach nur noch verschlimmern.
Zudem stellte sie infrage, ob der derzeit geschlossene Terminal 2 jemals wiedereröffnet wird. Die Eröffnung von Terminal 3 nannte sie einen "Schlag ins Gesicht" für die lokale Bevölkerung und betonte, dass die Anwohner seit Jahren unter übermäßigem Fluglärm leiden.
Trotz anhaltender Bedenken wegen der Lärmbelastung wird die Eröffnung von Terminal 3 vorangetrieben. Die Behörden stehen nun unter Druck, die Kluft zwischen den versprochenen Wachstumsprognosen und der Realität stagnierender Flugzahlen zu erklären. Die Anwohner im Rhein-Main-Gebiet fordern weiterhin Lösungen für die anhaltenden Störungen durch den Flugverkehr.






