Nächtliches Mähen gefährdet Tiere: Warum Niedersachsen noch immer zögert
Serpil KranzNächtliches Mähen gefährdet Tiere: Warum Niedersachsen noch immer zögert
Tödliche Nächte für Wildtiere halten an
Angehörtes Anliegen im Landtag: Nächtliches Mähen soll verboten werden – doch konkrete Schritte fehlen
- November 2025
In einer öffentlichen Anhörung des Niedersächsischen Landtages wurde über eine Petition debattiert, die ein nächtliches Betriebsverbot für Mähroboter fordert. Die von Diedrich Kleen initiierte und vom NABU Niedersachsen unterstützte Kampagne hat bereits über 6.600 Unterschriften gesammelt. Im Mittelpunkt stehen die zunehmenden Todesfälle unter Tieren, die durch die nächtliche Nutzung dieser Geräte verursacht werden.
Die Petition macht auf ein wachsendes Problem aufmerksam: Igel, Kleinsäuger und andere Tiere werden von Mährobotern verletzt oder getötet. Die aktuelle Technik erkennt Wildtiere oft nicht rechtzeitig, und fehlende einheitliche Vorschriften setzen die Tiere einem unnötigen Risiko aus. Der NABU Niedersachsen warnt vor einem "gefährlichen Verantwortungsvakuum", da Streitigkeiten zwischen Landes-, Bundes- und EU-Behörden dringend notwendige Maßnahmen verzögern.
Die Diskussion dauert an, während Tierschützer schnelleres Handeln fordern. Ohne strengere Regulierungen oder verbesserte Erkennungstechnologie bleiben Mähroboter eine Bedrohung für die heimische Tierwelt. Durch die Kampagne des NABU und den öffentlichen Druck könnten die Behörden jedoch noch zu konkreten Lösungen gedrängt werden.
