11 January 2026, 14:21

Meyer fordert Herstellerhaftung für Plastikschäden durch Feuchttücher

Badezimmerszene mit Waschbecken, Wasserhahn, Spiegel, Lampe, Fenster, Tür, WC, Hocker, Stuhl, Badewanne und Teppich in einer Buchillustration mit gedrucktem Text.

Minister will Feuchttuchhersteller zur Rechenschaft ziehen - Meyer fordert Herstellerhaftung für Plastikschäden durch Feuchttücher

Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer setzt sich für strengere Regeln bei Feuchttüchern ein. Er fordert, dass Hersteller die Kosten für Schäden übernehmen, die ihre Produkte in Abwassersystemen verursachen. Sein Vorstoß kommt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über Mikroplastik, das Gewässer verschmutzt und die Kanalisation verstopft.

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Meyer nimmt dabei vor allem Feuchttücher und feuchtes Toilettenpapier mit Plastikanteil ins Visier. Er hat die Bundesregierung und die EU aufgefordert, schärfere Vorschriften für diese Produkte einzuführen. Eine zentrale Forderung sind deutlichere Kennzeichnungen auf den Verpackungen, die klarstellen, dass die Tücher im Hausmüll und nicht in der Toilette entsorgt werden müssen.

Der Abwasserverband DWA Nord geht noch einen Schritt weiter und fordert ein vollständiges Verbot. Meyer schlägt zudem vor, dass strengere Auflagen Unternehmen dazu drängen könnten, ihre Produktion zu reduzieren oder auf biologisch abbaubare Materialien umzusteigen. Seine Position deckt sich mit einer jüngsten Stellungnahme der Europäischen Kommission, die im Rahmen ihrer Umwelt- und Einwegkunststoffpolitik ein mögliches Verbot andeutete.

Meyers Hauptanliegen bleibt es, die Hersteller finanziell für die Schäden haftbar zu machen, die durch ihre Produkte entstehen. Er argumentiert, dass plastikhaltige Tücher Verstopfungen und Mikroplastikverschmutzung verursachen und damit Abwasseranlagen unzumutbar belasten.

Sollten neue Regelungen eingeführt werden, könnten Unternehmen unter Druck geraten, ihre Produkte umweltfreundlicher zu gestalten oder die Produktion zu drosseln. Die geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, Plastikmüll zu reduzieren und die Belastung der Kanalsysteme zu verringern. Die nächsten Schritte der EU werden zeigen, ob ein Verbot oder strengere Kennzeichnungspflichten kommen.