23 June 2026, 20:07

Messerangriff in Göttingen löst Welle der Empörung und Proteste aus

Links beschuldigt die CDU für den Vorfall - Aber es war wohl Notwehr

Messerangriff in Göttingen löst Welle der Empörung und Proteste aus

Bei einem Messerangriff in Göttingen wurde am Wochenende ein 23-jähriger Mann schwer verletzt. Der Vorfall hat öffentliche Empörung ausgelöst und zu großen Demonstrationen gegen rechtsextreme Gewalt geführt.

Die Tat ereignete sich am Sonntagabend; der Verletzte befindet sich in stabilem Zustand, kann jedoch noch keine Aussage machen. Wie der NDR berichtet, soll der 23-Jährige linksgerichteten Kreisen nahestehen. Ein zunächst festgenommener 17-jähriger Tatverdächtiger wurde mangels Beweisen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Staatsanwaltschaft geht von Notwehr aus. Da ein politisches Motiv vermutet wird, sind auch Ermittler des Staatsschutzes eingeschaltet. Unbekannte hatten zudem online behauptet, der Verdächtige stehe in Verbindung mit der rechtsextremen Szene.

Als Reaktion demonstrierten am Sonntagabend rund 600 Menschen gegen rechtsextreme Gewalt. Einen Tag später versammelten sich etwa 700 weitere Teilnehmer bei einer Kundgebung gegen faschistische Gewalt in Göttingen. Der linke Politiker Ferat Koçak kritisierte dabei die CDU scharf und warf der Partei vor, mit ihrer Politik rechtsextreme Gruppen zu befördern.

Die Ermittlungen dauern an, bisher wurden keine Anklagen erhoben. Der Zustand des Opfers bessert sich weiterhin, doch die Behörden haben noch kein Tatmotiv bestätigt. Die öffentlichen Proteste zeigen die wachsende Besorgnis über politische Gewalt in der Region.

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