25 January 2026, 14:15

Maurizio Cattelan erhält den Preis der Nationalgalerie 2026 für sein prägendes Werk

Ein Gestell, auf dem verschiedene Bücher und Plakate mit der Aufschrift "Ich liebe Berlin" in einem leicht unscharfen, träumerischen Setting angeordnet sind.

Maurizio Cattelan erhält den Preis der Nationalgalerie 2026 für sein prägendes Werk

Der italienische Künstler Maurizio Cattelan erhält den Preis der Nationalgalerie Berlin 2026. Die Auszeichnung würdigt seinen prägenden Einfluss auf die zeitgenössische Kunst – sowohl in Berlin als auch weltweit. Begleitet wird die Ehrung von einer Einzelausstellung in der Neuen Nationalgalerie, die einen neuen Blick auf sein vielschichtiges Schaffen wirft.

Ursprünglich ins Leben gerufen, um Künstlerinnen und Künstler unter 40 Jahren in Deutschland zu fördern, hat sich der Preis der Nationalgalerie im Laufe der Zeit gewandelt: Heute stehen Persönlichkeiten im Mittelpunkt, deren Werk die Berliner Kulturszene geprägt hat und internationale Anerkennung genießt. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Elmgreen & Dragset, Monica Bonvicini, Cyprien Gaillard und Anne Imhof.

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Cattelans Auswahl knüpft an seine Rolle als Mitkurator der Berlin Biennale 2006 an – ein entscheidender Faktor für die Jury. Bereits 2024 markierte der Preis einen Kurswechsel: Statt eines Einzelgewinners erhielt die gesamte Shortlist die Auszeichnung, um den Wettbewerb unter den Nominierten zu entschärfen. Die Verleihung 2026 erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Kürzungen im Kulturbereich. Während Cattelans Würdigung seine etablierte Position unterstreicht, stellt sich zugleich die Frage nach der Förderung des künstlerischen Nachwuchses. Die anstehende Ausstellung wird sein Werk in neuem Licht präsentieren und seinen Platz in der Kunstgeschichte festigen.

Die offizielle Übergabe des Preises der Nationalgalerie 2026 an Cattelan findet in einer Feier in der Neuen Nationalgalerie statt. Parallel dazu bietet seine Solo-Schau dem Publikum die Gelegenheit, sich mit seinen provokanten und einflussreichen Arbeiten auseinanderzusetzen. Die Entscheidung spiegelt die Weiterentwicklung des Preises wider, der zunehmend Künstler mit engen Berlin-Bezügen und globaler Strahlkraft ehrt.