29 January 2026, 22:27

Massivstreiks in Niedersachsen: Öffentlicher Dienst steht ab Februar still

Eine große Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude, einige halten Schilder und tragen Helme, mit einem Mast mit einer Schautafel im Vordergrund und einem Baum im Hintergrund, die zu protestieren scheinen.

Massivstreiks in Niedersachsen: Öffentlicher Dienst steht ab Februar still

Niedersachsenweit drohen nächste Woche massive Streiks im öffentlichen Dienst

Die von der Gewerkschaft Ver.di organisierten Arbeitsniederlegungen werden ab kommender Woche weite Teile des öffentlichen Lebens in Niedersachsen lahmlegen. Betroffen sind vor allem die Bereiche Gesundheitsversorgung, Bildung und Winterdienst. Beschäftigte aus zahlreichen Einrichtungen werden sich an den Ausständen beteiligen, um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne durchzusetzen.

Die Streiks beginnen am 2. Februar und legen zunächst die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) bis zum 4. Februar lahm. Gleichzeitig ruht in dieser Zeit der Winterdienst in Hannover, Hameln und Hildesheim.

Ein zentraler Protestaufmarsch ist für Freitag, den 3. Februar, um 10:30 Uhr vor dem Finanzministerium in Hannover geplant. Im Fokus der Demonstration steht Finanzminister Andreas Schöfbeck (SPD). Im Anschluss ziehen die Teilnehmenden weiter zum Goseriede-Platz.

Vom 3. bis 5. Februar legen die Beschäftigten von IT.Niedersachsen die Arbeit nieder – die IT-Unterstützung vor Ort wird auf Notdienste beschränkt, Störungsmeldungen werden nur noch in dringenden Fällen bearbeitet. Einen Tag später, vom 4. bis 6. Februar, schließt sich das Universitätsklinikum Göttingen (UMG) den Streiks an.

Weitere beteiligte Einrichtungen sind unter anderem die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Hannover, das Landesamt für Statistik sowie verschiedene Umweltbehörden. In allen betroffenen Institutionen kommt es zu Einschränkungen in Verwaltung und Technik.

Die Arbeitskämpfe werden erhebliche Auswirkungen auf die öffentliche Daseinsvorsorge in der Region haben: Krankenhäuser, Hochschulen und Straßenmeistereien müssen mit deutlich reduziertem Personal auskommen. Ob Ver.di weitere Streiks plant, steht derzeit noch nicht fest.

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