Markus Söder steht vor dem Stockacher Narrengericht – ein Karnevalsspektakel mit Tradition
Serpil KranzStockacher Narren: Verrückter Andrang bei Tickets für Söder-Prozess - Markus Söder steht vor dem Stockacher Narrengericht – ein Karnevalsspektakel mit Tradition
Das historische Stockacher Narrengericht kehrt in dieser Karnevalssaison mit einem prominenten Angeklagten zurück: Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident, muss sich am Schmotzigen Dunschtig – dem Donnerstag vor dem Rosenmontag – einem satirischen Prozess stellen. Das 675 Jahre alte Spektakel ist so gefragt, dass die Karten innerhalb kürzester Zeit ausverkauft waren – wie bei einem Top-Konzert.
Das Stockacher Narrengericht ist ein fester Bestandteil des schwäbisch-alemannischen Karnevals, bei dem Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sich gegen scherzhafte Anklagen verteidigen müssen. Zu den früheren „Angeklagten“ zählte bereits Angela Merkel; Söders Auftritt markiert erst das zweite Mal, dass ein amtierender bayerischer Ministerpräsident vor dem Gericht steht – zuletzt war dies 1979 Franz Josef Strauß.
Der SWR (Südwestrundfunk) überträgt die Veranstaltung am selben Abend live. Eine Aufzeichnung wird später auch in der SWR Mediathek verfügbar sein, sodass ein größeres Publikum die humorvollen Verhandlungen verfolgen kann. Die Beliebtheit des Narrengerichts ist enorm: Die Karten waren so schnell vergriffen wie für ein Großkonzert. Söders Teilnahme steigert die Vorfreude und führt die Tradition fort, Satire mit regionaler Kultur zu verbinden.
Die Übertragung bringt die 675 Jahre alte Tradition auch zu Zuschauern außerhalb des ausverkauften Saals. Söder reiht sich damit in eine lange Liste politischer Persönlichkeiten ein, die sich spielerischen Vorwürfen stellen mussten. Das Narrengericht bleibt ein Höhepunkt der Karnevalssaison – eine gelungene Mischung aus Humor und lokalem Brauchtum.
