28 December 2025, 14:36

Marion Wenzel erhält Elisabeth-Siegel-Preis für ihren Kampf gegen Gewalt an Frauen

Eine Frau mit einem Tuch lächelt vor einem Podium mit einem Bildschirm dahinter.

Marion Wenzel erhält Elisabeth-Siegel-Preis für ihren Kampf gegen Gewalt an Frauen

Marion Wenzel wurde mit dem Elisabeth-Siegel-Preis für ihr jahrzehntelanges Engagement im Kampf gegen Gewalt an Frauen und Kindern ausgezeichnet. Die Ehrung fand im historischen Friedenssaal von Osnabrück statt und würdigte Wenzels Einsatz gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Wenzel bezeichnete die Auszeichnung als eine 'große Ehre' und einen 'bedeutenden Moment' in ihrer langen Karriere.

Der Elisabeth-Siegel-Preis wird alle zwei Jahre an Frauen verliehen, die sich in besonderer Weise für das soziale, politische oder bürgerliche Leben Osnabrücks eingesetzt haben. In diesem Jahr war dem Preis erstmals ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro verbunden. Oberbürgermeisterin Katharina Pötter überreichte Wenzel die Auszeichnung und hob ihre zentrale Rolle im städtischen Netzwerk gegen Gewalt hervor.

Wenzel arbeitete 43 Jahre lang im 'Autonomen Frauenhaus Osnabrück' – zunächst als Betriebsleiterin, später nach ihrer Pensionierung ehrenamtlich. Bekannt für ihre Geduld, Menschlichkeit und ihren unerschütterlichen Glauben an ein gewaltfreies Leben, setzte sie sich unermüdlich für bessere rechtliche Schutzmaßnahmen und eine stabile Finanzierung von Beratungsangeboten ein. In ihrer Dankesrede würdigte sie zwar die erreichten Fortschritte, warnte jedoch vor anhaltenden Herausforderungen. Besonders betonte sie, dass viele Frauen und Kinder nach wie vor unzureichend vor häuslicher Gewalt geschützt und unterstützt würden.

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Der Preis ehrt Wenzels lebenslanges Engagement gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Auch heute noch arbeitet sie in Teilzeit im Frauenhaus und bietet Betroffenen Beratung und Unterstützung an. Das Preisgeld von 2.000 Euro soll die Hilfsangebote für Überlebende in Osnabrück weiter stärken.