31 December 2025, 16:27

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Karneval

Eine Ausstellung mit einem Tisch, auf dem verschiedene Landesflaggen, eine Box, Papiere und ein Banner liegen, eine Kugel links daneben, ein Anschlagbrett rechts daneben mit einigen Leuten in der N√§he und mehreren Tischen und Stühlen im Hintergrund.

Mainz trauert um prägende Persönlichkeiten aus Politik, Sport und Karneval

In den vergangenen Monaten sind mehrere prägende Persönlichkeiten aus Mainz und Rheinland-Pfalz verstorben. Ihr Wirken umfasste Politik, Sport, Medizin, Kultur und die Karnevalstradition – in jedem Bereich hinterließen sie bleibende Spuren.

In der Politik verlor Deutschland mit Bernhard Vogel eine Schlüsselfigur der Nachkriegszeit. Der ehemalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, der das Land zwölf Jahre lang regierte, starb im Alter von 92 Jahren. Auch Herbert Mertin, ein einflussreicher FDP-Politiker, verstarb mit 66 Jahren. Er hatte das Amt des Justizministers gleich zweimal inne – zunächst von 1999 bis 2006, dann erneut von 2016 bis zu seinem Tod.

Auch der Sport und die Fankultur trauern um verlorene Persönlichkeiten. Holger Bernhardt, ehemaliger Torwart des 1. FSV Mainz 05, kam bei einem Verkehrsunfall im Alter von 52 Jahren ums Leben. Barbara Rupp, die 25 Jahre lang den Förderverein Mainz Unterhaus leitete, verstarb nach Jahrzehnten ehrenamtlichen Engagements. Mit Sigurd Spielmann, Ehrenmitglied von Mainz 05, verlor der Verein eine prägende Figur – der 90-Jährige hinterlässt keine benannte Nachfolge für seine Rolle ab 2025.

Die medizinische Gemeinschaft betrauert Dr. Thomas Flohr, einen Onkologen, der die Krebstherapie maßgeblich voranbrachte. Sein Wirken gab bis zu seinem Tod mit 57 Jahren vielen Patient:innen Hoffnung. Auch die Medienwelt verlor eine prägende Stimme: Ekkehardt Gahntz, langjähriger ZDF-Nachrichtenjournalist, starb mit 79 Jahren. Über 25 Jahre prägte er das Programm des Senders mit.

Im Mainzer Karneval hinterlassen zwei Legenden eine Lücke. Dieter Wenger, der langjährige Chef-Wagengestalter des Mainzer Karnevalsvereins (MCV), verstarb mit 84 Jahren. Über sechs Jahrzehnte entwarf er die ikonischen Rosenmontagsumzugswagen. Elisabeth Klöver, Leiterin des MCV-Gardenballetts, starb im Alter von 85 Jahren – auch sie hatte den Karneval jahrzehntelang geprägt. Zudem verlor die Stadt mit Marita Boos-Waidosch, der Behindertenbeauftragten, eine unermüdliche Kämpferin für Barrierefreiheit und Inklusion.

Überraschend verstarb auch Ulf Glasenhardt, ein engagierter Kulturveranstalter, der jahrelang im Schon Schön-Club und im Kulturpalast Wiesbaden wirkte.

Diese Persönlichkeiten prägten über Jahrzehnte hinweg ihre Communities. Ihr Tod markiert das Ende ganzer Epochen in Politik, Gesundheitswesen, Sport und Kultur. In den kommenden Monaten werden Gedenkveranstaltungen und Würdigungen ihr Andenken bewahren.

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