Lüneburgs neues Welcome Center kämpft mit Unternehmen gegen Fachkräftemangel
Leopold BeerLüneburgs neues Welcome Center kämpft mit Unternehmen gegen Fachkräftemangel
Neues Welcome Center in Lüneburg soll Unternehmen bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte unterstützen
In Lüneburg entsteht ein neues Welcome Center, das Unternehmen dabei helfen soll, internationale Talente zu gewinnen und langfristig zu binden. Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem offene Stellen in Schlüsselsektoren zunehmend länger unbesetzt bleiben. Gleichzeitig dient das Zentrum als zentrale Anlaufstelle für Beratung und Unterstützung von ausländischen Fachkräften, die bereits in der Region leben.
Federführend bei dem Projekt ist die Volkshochschule (VHS) Lüneburg, die einen Förderantrag bei der Fachkräfteallianz einreichen wird. Die Bildungseinrichtung versteht sich bereits als Schnittstelle zwischen Ausbildung, Arbeitsmarkt und sozialer Integration. Geplant sind frühzeitige Hilfsangebote für internationale Fachkräfte sowie maßgeschneiderte Unterstützung für lokale Unternehmen.
Das neue Zentrum wird eng mit bestehenden Fachkräftenetzwerken zusammenarbeiten und mit dem Welcome Center Heidekreis kooperieren. Ziel der Zusammenarbeit ist es, regionale Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel zu verstärken. Besonders betroffen sind derzeit Branchen wie Gesundheitswesen, Einzelhandel und Altenpflege, wo Stellen laut Bundesagentur für Arbeit über längere Zeiträume hinweg unbesetzt bleiben.
In ganz Niedersachsen gibt es bereits drei Welcome Center: Hannover (seit 2023), Braunschweig (2024) und Osnabrück (2025). Zwei weitere sind in Oldenburg und Göttingen geplant. Das Lüneburger Zentrum ergänzt diese Initiativen und konzentriert sich darauf, ausländische Arbeitskräfte besser zu integrieren – viele von ihnen kämpfen mit mangelnder Unterstützung am Arbeitsplatz und im sozialen Umfeld.
Das Welcome Center in Lüneburg verfolgt einen strukturierten Ansatz, um Personalengpässe zu schließen und internationale Fachkräfte zu begleiten. Unternehmen erhalten Hilfe bei der Rekrutierung, während Arbeitnehmende Unterstützung bei der Eingliederung in die Region bekommen. Das Projekt reiht sich in landesweite Bestrebungen ein, den anhaltenden Fachkräftemangel in zentralen Wirtschaftsbereichen zu bewältigen.
