Neue weibliche Luchs zur Stärkung der Population im Harz - Luchsin Rikki bringt Hoffnung für den Artenschutz im Harz
Seltene Luchsin Rikki trifft im Nationalpark Harz ein – ein wichtiger Schritt für das europäische Artenschutzprogramm
Die seltene Luchsin Rikki ist im Nationalpark Harz angekommen, um an einem europäischen Zuchtprogramm zum Erhalt der Art teilzunehmen. Ihre Verlegung aus der Ukraine markiert einen entscheidenden Fortschritt bei den Bemühungen, eine stabile Luchspopulation in der Region aufzubauen.
Die siebenjährige Rikki, die bisher keine Jungen zur Welt gebracht hat, wurde vor Kriegsbeginn von der ukrainischen Organisation Sibirskij bereg aufgenommen. Ihre Reise nach Frankfurt gestaltete sich aufgrund des anhaltenden Konflikts schwierig. Nach ihrer Ankunft verbrachte sie zunächst eine Quarantänezeit in Leipzig, bevor sie in den Harz weiterreiste.
Der Nationalpark verfügt nun über ein vollständiges Zuchtpaar, da im August bereits ein männlicher Luchs aus der Schweiz eingetroffen war. Weibliche Luchse sind in europäischen Zuchtprogrammen extrem selten – Rikis Anwesenheit ist daher besonders wertvoll. Nach Ablauf ihrer vierwöchigen Quarantäne wird sie in das Freigehege des Parks umziehen. Ihre Rolle im Zuchtprogramm soll die Luchspopulation im Harz stärken. Artenschützer hoffen, dass die Paarung mit dem Schweizer Männchen künftig für Nachwuchs sorgen wird.
Mit Rikis Ankunft ist das Zuchtpaar im Nationalpark Harz nun komplett. Eine erfolgreiche Eingewöhnung könnte die Luchszahlen in der Region steigern. In den kommenden Monaten wird ihr Fortschritt genau beobachtet.
