03 February 2026, 00:14

Landkreis Helmstedt schaltet Warn-App BIWAPP wegen hoher Kosten ab

Ein Gebäude mit Glasfenstern, Säulen und einem sichtbaren roten Notfallzeichen, das darauf hinweist, dass es eine Notaufnahme ist.

Landkreis Helmstedt schaltet Warn-App BIWAPP wegen hoher Kosten ab

Landkreis Helmstedt stellt Nutzung der Warn-App BIWAPP ein

Der Landkreis Helmstedt hat bekannt gegeben, die Notfall-Warn-App BIWAPP nicht mehr zu nutzen. Als Hauptgründe für die Abschaffung nannten die Verantwortlichen geringe Nutzung und hohe Kosten. Die Entscheidung hat Auswirkungen darauf, wie Anwohner künftig über Schulschließungen und lokale Vorfälle informiert werden.

Die Behörde bestätigte, dass BIWAPP künftig nicht mehr als offizielles Kommunikationsmittel dienen wird. Schulen werden Warnungen stattdessen direkt über ihre eigenen Systeme an die Schüler versenden. Der Wechsel folgt auf Kritik an der begrenzten Reichweite der App sowie den hohen Betriebskosten.

Genauere Nutzerzahlen für BIWAPP im Landkreis Helmstedt wurden nicht veröffentlicht, doch die Verantwortlichen sprachen von einer "geringen Beteiligung". Die jährlichen Betriebskosten beliefen sich zudem auf einen vierstelligen Betrag – was die App im Vergleich zu kostenlosen Alternativen weniger wirtschaftlich macht. Allein der WhatsApp-Kanal des Landkreises erreicht bereits über 4.000 Abonnenten und wird ohne zusätzliche Kosten häufig weitergeleitet.

Trotz der Umstellung werden bei schweren Notfällen weiterhin kritische Warnmeldungen verschickt. Diese erfolgen über das landesweite Warnsystem, das unter anderem die Apps NINA, Katwarn und auch BIWAPP umfasst. Andere aktuelle Informationen bleiben weiterhin auf der Website des Landkreises, im lokalen Rundfunk und in Zeitungen abrufbar.

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Mit dem Verzicht auf BIWAPP soll die Kommunikation vereinfacht und unnötige Ausgaben reduziert werden. Schulen und Bürger werden künftig auf stärker verbreitete Plattformen für Updates zurückgreifen. Die Verwaltung versicherte, dass wichtige Warnungen die Bevölkerung weiterhin über die etablierten Notfallkanäle erreichen werden.