Kita-Sanierung in Salzgitter kostet 650.000 Euro mehr als geplant
Leopold BeerKita-Sanierung in Salzgitter kostet 650.000 Euro mehr als geplant
Die Sanierung einer Kita in Salzgitter-Ringelheim wird nun fast 650.000 Euro teurer als ursprünglich veranschlagt. Die Projektkosten sind von 945.000 Euro auf 1.592.645 Euro gestiegen – die Stadt führt mehrere Gründe für diesen deutlichen Anstieg an.
Erste Schätzungen aus dem Jahr 2021 hatten die Kosten auf 1.515.645 Euro beziffert, doch bis zum Sommer 2024 stiegen die Ausgaben um weitere 570.645 Euro. Später kamen noch einmal 77.000 Euro hinzu, bedingt durch kleinere Abweichungen, wie sie bei Bauprojekten üblich sind.
Die Stadtverwaltung führt den Kostensprung auf mehrere Faktoren zurück: Personalkosten und Materialpreise stiegen an, während die COVID-19-Pandemie die Marktpreise durcheinanderbrachte. Auch Änderungen im Leistungsumfang trieben die Ausgaben in die Höhe.
Hinzu kam das novellierte Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Deutschland. Strengere Vorgaben zu Dämmung, Heizeffizienz und dem Einsatz erneuerbarer Energien – etwa die Pflicht, ab 2025 einen 65-prozentigen Anteil erneuerbarer Energien in neuen Heizsystemen zu nutzen – erhöhten die Kosten zusätzlich. Wirtschaftliche Belastungen wie die Sanktionen gegen Russland verschärften die Haushaltslage weiter.
Als das Projekt 2024 neu ausgeschrieben wurde, lagen die Baukosten bereits auf einem höheren Niveau als beim ersten Angebot. Dennoch bestätigen Verantwortliche nun, dass alle Hauptverträge unterzeichnet sind und mit keinen weiteren Kostensteigerungen zu rechnen ist.
Um die Finanzierungslücke zu schließen, schlägt die Stadt vor, den für die Sanierung vorgesehenen Bauzuschuss zu erhöhen.
Die Umgestaltung der Kita wird nun mit einem Gesamtbudget von 1.592.645 Euro fortgesetzt. Da die Verträge unter Dach und Fach sind und keine weiteren Mehrkosten drohen, kann das Projekt nach dem angepassten Finanzplan voranschreiten. Die Anpassung des städtischen Zuschusses wird die zusätzlichen Ausgaben auffangen.
