24 December 2025, 06:50

Kirchen schrumpfen - Bischof setzt auf Zusammenarbeit

Eine Kirche ist prominent in der Mitte des Bildes positioniert.

Kirchen schrumpfen - Bischof setzt auf Zusammenarbeit - Kirchen schrumpfen - Bischof setzt auf Zusammenarbeit

Osnabrücks katholischer Bischof Dominicus Meier plädiert für engere Zusammenarbeit zwischen katholischer und evangelischer Kirche

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Der Osnabrücker Bischof Dominicus Meier hat sich für eine stärkere Verbundenheit zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche ausgesprochen. Seiner Ansicht nach könnte eine intensivere Kooperation helfen, gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen – darunter den anhaltenden Rückgang der Mitgliederzahlen. Trotz dieses Trends blickt der Bischof optimistisch auf die künftige Rolle der Kirchen in der Gesellschaft.

Bei jüngsten Gesprächen in den Landkreisen Vechta, Osnabrück-Land und Cloppenburg schlug Meier vor, die sozialen Dienstleistungen von Caritas (katholisch) und Diakonie (evangelisch) zusammenzuführen, um die Unterstützung für Gemeinden effizienter zu gestalten. Als positives Beispiel nannte er die erfolgreiche Partnerschaft zwischen den Osnabrücker Niels-Stensen-Kliniken und dem städtischen Krankenhaus, die als Modell für künftige Zusammenarbeit dienen könnte.

Der Bischof wies darauf hin, dass zwar die Zahl der Kirchenmitglieder in Deutschland weiter sinke, der Rückgang jedoch an Tempo verliere. Viele junge Menschen, so Meier, stünden der Institution zwar kritisch gegenüber, schätzten die Kirche aber in prägenden Momenten wie der Vorbereitung auf die Konfirmation. Zudem betonte er, dass die Gesellschaft auf kirchliche Angebote wie Schuldnerberatungen angewiesen sei, die nach wie vor stark nachgefragt würden. In den kommenden Wochen plant Meier Gespräche mit Vertretern der Bundespolitik, um über die sich wandelnde Rolle der Kirche zu diskutieren. Dabei habe er breite Unterstützung für das kirchliche Wirken erfahren – auch von politischer Seite –, was seine Zuversicht in die anhaltende Relevanz der Kirche stärke.

Meiers Vorschläge zielen auf praktische Ökumene und die Sicherung des kirchlichen Platzes in der modernen Gesellschaft ab. Durch Treffen mit lokalen und bundesweiten Verantwortungsträgern will er Partnerschaften festigen und sicherstellen, dass essenzielle Dienstleistungen weiterhin verfügbar bleiben. Seine optimistische Haltung steht im Kontrast zu den sinkenden Mitgliederzahlen und verweist stattdessen auf anhaltendes gesellschaftliches Engagement und politische Rückendeckung.